Das A(dvent)BC des Macintosh |
Trotzt des boomenden Marktes hat Apple dem Netbook immer wieder eine klare Absage erteilt, für einen Preis um 400 Euro könne man nichts Vernünftiges bauen. Auf Apples finale Antwort auf die Netbook-Frage ist im Jahr 2010 zu erwarten.
Von Peter Müller (14.12.2009)
Ein ultramobiler Mac zum Surfen, für den Medienkonsum oder als Bilderspeicher für unterwegs und das für 400 Euro? Keine Chance, glaubt man Apples Aussagen. Man habe sich in Cupertino zwar schon mit dem Thema Netbook beschäftigt, finde aber keinen Weg, zu einem derart niedrigen Preis ein solches Gerät zu konstruieren. Hackintoshs im Netbook-Format machen zwar die Runde, mit dem Update auf Mac-OS X 10.6.2 hat Apple nur vorübergehend sein Betriebssystem für Asus und Konsorten sperren können. Aber zum Einen erfolgte im Prozess gegen Psystar ein Präzedenzurteil gegen Cloner und zum Anderen ist ein Mac, an dem man mehr rumschrauben muss als dass man mit ihm arbeiten könnte, kein echter Mac. Der Traum vom Netbook à la Apple muss aber nicht ausgeträumt sein, denn Apples Antwort auf die Netbook-Frage könnte einen vollkommen neuen Markt definieren.
Die iMacs in den psychedelischen Lackierungen "Flower Power" und "Dalmation Blue" kamen im Februar 2001, den ersten Blick auf Mac-OS X gewährte Apple im Januar 2000 auf der Macworld Expo. Im Sommer des gleichen Jahres in New York war der Power Mac G4 Cube der unbestrittene Star - leider nahm der Markt den Rechner nicht besonders gut an.
Unter einem Netbook versteht man einen kompakten, tragbaren Computer, der in erster Linie zur mobilen Nutzung des Internets dient. Google will den Trend zum Netbook nutzen und hat für das Jahr 2010 ein speziell für Netbooks optimiertes Betriebssystem namens Chrome-OS angekündigt. Auf einer Linux-Basis läuft der Browser Chrome, alle Anwendungen laufen im Internet, auf den Google-Servern hinterlegen die Nutzer auch ihre Daten.
Apple wird Gerüchten zufolge nicht einfach das Konzept kopieren, sondern seine Marktmacht in Sachen Mediendistribution dazu nutzen, ein tragfähiges Konzept zu erstellen. Wie auch immer Apples Produkt heißen wird, die Inhalte werden ihm zum Erfolg verhelfen. Und deshalb kommt es auch erst dann auf den Markt, wenn es einen exklusiven Nutzen bietet. Angeblich verhandelt Apple seit diesem Sommer mit großen Verlagen über Distributionsrechte. Vielleicht liest sich die Vision vom Apple-Tablet ja so: Der Käufer erhält das schicke und flache Gerät mit einem von OLEDs beleuchteten Touchscreen zu einem unschlagbaren Preis weit unter 400 Euro, sofern er einen Zweijahresvertrag mit Apples neuem iNewsstand unterschreibt. Über den digitalen Vertrieb von Tageszeitungen, Fachzeitschriften und Lehrbüchern hat der Kunde dann für Tarife zwischen 50 und 80 Euro monatlich Zugriff auf Zeitungen und Zeitschriften seiner Wahl, inklusive ist zudem ein Einkaufsgutschein über zehn Euro im iTunes Store, an den der iNewsstand angeschlossen ist. Dort lädt der iTablet-Nutzer entweder Musik oder Videos oder weitere Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, die neben dem Abo auch einzeln erhältlich sind. Kostenlos oder für geringe Preise sind Lehrmaterialien für Universität oder Schule bei iTunes U erhältlich, im E-Book-Format, als Video oder Podcast. Die New York Times und andere Verlagshäuser könnten ihren Abonnenten anstatt der gedruckten Zeitung ein subventioniertes Mac-Tablet samt Vertrag anbieten, bevor sie ihre Kunden auf Nimmerwiedersehen in den Weiten des Web verlieren. Apple seinerseits könnte das MacNetBook, das möglicherweise auf den Namen iSlate hören würde, unsubventioniert zu einem Preis weit jenseits der 1000 Euro verkaufen, genügend Technologiefreunde, die jeden Preis zahlen, hat das Unternehmen um sich geschart. Soweit die Vision. Klingt kompliziert? Dann ist es nicht Apple-like. Lassen wir uns also überraschen, irgendwann im Jahr 2010.
Die heutige Frage: Ein Macbok mit Touchscreen gibt es bereits, nur nicht von Apple selbst. Wie heißt der Hersteller des Modbook, des modifizierten Macbooks?
Axiotron
Asus
Acer
Die Antwort ist hinter einem der Links dieses Artikels versteckt. Am heutigen Gewinnspiel können Sie hier teilnehmen.
Zu gewinnen gibt es heute das Videotraining iLife 09 von Thomas Kuhn, gestiftet von Galileo DesignNewsletter bestellen: Newsletter und Wochenchronik
|
Forum (0 Kommentare)
|
Bitte melden Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort an, um das Forum nutzen zu können, oder registrieren Sie sich für das Benutzerforum.
| Das A(dvent)BC des Macintosh |
Am Ende des Alphabets gehen die Begriffe aus. Lexika und Wörterbücher haben ihre X, Y und Z gewidmeten Seiten recht knapp gehalten. Wesw ... mehr...
Es soll tatsächlich noch WLAN-Ports geben, die unverschlüsselt unter Netzwerknamen wie "WLAN", "Fritzbox" oder "Netgear" geradezu zu mis ... mehr...
Mangelnde Vorausschau kann man Apple selten vorwerfen, der Name für das Programm Preview oder Vorschau ist aber ein wenig unglücklich ge ... mehr...
Mehr Freiheit für das iPhone! In Großbritannien ist das Monopol bereits ausgelaufen, auch in Deutschland sind simlock freie iPhones erhä ... mehr...
Die grafische Oberfläche des Mac war 1984 revolutionär - seither blieb das erfolgreiche Grundprinzip unverändert, zahlreiche Erweiterung ... mehr...
Wem der Desktop zu klein geworden ist, hat eine Alternative zu externen Monitoren: Spaces nennt Apple seine Technik der virtualisierten ... mehr...
Wem der Desktop zu klein geworden ist, hat eine Alternative zu externen Monitoren: Spaces nennt Apple seine Technik der virtualisierten ... mehr...
Ein eigenes Raid bietet Apple nicht mehr an, stellt mit Xsan aber eine Softwarelösung für redundante und sichere Speicher bereit. Raids ... mehr...
Die Quicktime-Architektur versetzt den Mac in die Lage, Videos aufzunehmen und zu importieren, diese zu schneiden, mit Effekten zu verse ... mehr...
Nicht selten sitzt das Sicherheitsrisiko vor dem Bildschirm und nicht in den Tiefen des Systems: Passwort-Fisher oder kurz Phisher haben ... mehr...
"Come in, it’s open": Apple weiß die Vorteile von Open Source geschickt zu nutzen. Über einem quirligen Basar thront eine edle Kathedral ... mehr...
Apple und die Mäuse - Eine leidvolle Geschichte. Lange ließen sich an Macs nur Mäuse von Apple anschließen, dann wurden sie klein und un ... mehr...
Es muss nicht immer der kleine Brockhaus sein: Mac-OS X hat ein taugliches Lexikon integriert, das weit über die Funktionen eines Wörter ... mehr...
Weder machen einschlägige Computerspiele ihre Nutzer zwangsläufig zu Killern, noch macht Fernsehen doof - an einer sinnvollen Vermittlun ... mehr...
Das iPhone ist in Europa nun seit etwas mehr als zwei Jahren zu haben - die ersten Mobilfunkverträge sind ausgelaufen und der Wechsel zu ... mehr...
Der iMac ist auch mehr als 11 Jahre nach seiner Premiere ein Renner, obwohl der Kunde immer mehr nach mobilen Rechnern verlangt. Das "i" ... mehr...
Mac-OS X verfügt über eine umfangreiche Online-Hilfe, die durch eine interaktive Spotlight-Suche innerhalb von Programmen und Informatio ... mehr...
Gut, dass sich Apple Inc. Mit der Beatles-Plattenfirma Apple Corps nach einem jahrzehntelangen Rechtsstreit geeinigt hat. Denn der Mac i ... mehr...
Ach, wie hübsch klingen doch Produktbezeichnungen wie IBM DDRS-34560 UW-SCSI oder Seagate ST320410A U6. Glücklicherweise liest man solch ... mehr...
Für jedes Betriebssystemupdate macht sich Apple Gedanken, wie man den Zugriff des Anwenders auf Dokumente, Programme und Fenster weiter ... mehr...
Mac-OS X vs. Windows - Die Schlacht geht in Runde 7. Nicht von ungefähr kommen die Vorwürfe, Microsoft würde von Apple abkupfern. Obwohl ... mehr...
Google und Apple werden immer mehr zu Konkurrenten. Schon die Android-Plattform macht dem iPhone Konkurrenz, mit einem eigenen Betriebss ... mehr...
Der Mac hat seit jeher den Ruf, zuverlässiger und stabiler zu sein als Windows-PCs. Hochwertige Komponenten sorgen für mehr Sicherheit v ... mehr...
Apple hat seit jeher ein geschicktes Händchen für die Bezeichnung von Produkten. Klingt IEEE 802.11 recht dröge, vermittelt der Begriff ... mehr...