Das A(dvent)BC des Macintosh |
Mehr Freiheit für das iPhone! In Großbritannien ist das Monopol bereits ausgelaufen, auch in Deutschland sind simlock freie iPhones erhältlich - jedoch nicht für jeden.
Von Peter Müller (21.12.2009)
Die iPhone-Monopole fallen allmählich. In Großbritannien bieten nun drei Provider das Apple-Handy an, in den USA soll Apple angeblich schon mit Verizon sprechen und ein Handy für den CDMA-Standard konzipieren, selbst in Deutschland hat O2 für bestimmte Kunden das iPhone parat. Zwei Jahre, nachdem das iPhone in Deutschland erstmals erhältlich war, bietet T-Mobile den Kunden der ersten Stunde jedoch an, das Telefon offiziell frei zu schalten. Legal erhältlich sind hierzulande auch iPhones aus benachbarten EU-Ländern wie Belgien, Frankreich und Italien, in denen eine exklusive Providerbindung den Gesetzen widerspricht. Solche iPhones sind jedoch nicht zum subventionierten Preis erhältlich, um die 800 Euro sind für ein simlockfreies Gerät fällig. Und dann beginnt erst noch die Suche nach dem passenden Tarif.
Doch auch wer weder im EU-Ausland einkaufen will noch seit zwei Jahren T-Mobile-Kunde ist, hat technisch die Möglichkeit, den SIM-Lock seines iPhones zu entfernen. Anders als der Jailbreak ist das Unlock des iPhone rechtlich nicht unumstritten. Die Provider, mit denen Apple exklusiv zusammenarbeiten, wollen sich das Geschäft nur ungern stören lassen.
Als Autokennzeichen steht SU für den Rhein-Sieg-Kreis mit der Kreisstadt Siegburg, SU war auch ein gebräuchliches Kürzel für die dahin gegangene Sowjetunion. Im Zusammenhang mit dem Terminalbefehl "sudo" steht das Kürzel freilich für "Superuser"
Der SIM-Lock gewährleistet, dass das iPhone nur mit der SIM-Karte des Mobilfunkproviders funktioniert, der als Apple-Partner agiert. Der Unlock, also das Freischalten der Telefonfunktion, erfolgt ebenfalls über eine iTunes-Verbindung zu Apples Servern und in einem Zug mit der Aktivierung. Der Unlock des iPhone ohne Vertrag ist rechtlich in einigen Ländern zumindest umstritten.
Beim Unlock liefert sich Apple eine Art Katz-und-Maus-Spiel mit der Hackergemeinde. Kaum liegt ein Tool vor, das den SIM-Lock entfernt, liefert Apple ein Firmware-Update aus. Wer dieses installiert, verliert in der Regel den Unlock, in ungünstigen Fällen ist das iPhone erst einmal nicht mehr zu gebrauchen. Aber in der Regel folgt kurz auf die Firmware-Aktualisierung ein neuer Hack, der wiederum bis zum nächsten Update von Apple funktioniert, das dann wieder…
Zuletzt hatte Apple mit dem iPhone-OS 3.1 größere Anstrengungen unternommen, um Unlocks zu verhindern: Das Update auf iPhone-OS 3.1 hatte eine neue Firmware für dem Mobilfunk-Chip, den so genannten "Baseband" installiert. Dies hatte den Unlock zunächst verhindert. Hacker müssen nach einem derartigen Update oft neue Wege finden, um das iPhone von der Providerbindung zu befreien. Nutzer von entsperrten iPhones erstellen sich deshalb oft Firmwareinstallationen, bei denen die neue Baseband-Software durch eine ältere, bereits geknackte ersetzt wird, wenn sie eine neue iPhone-Software installieren.
Die heutige Frage: Was ist unabdingbare Voraussetzung für den rechtlich problematischen Unlock?
Software aus dem App Store
Jailbreak
Ein simlockfreies iPhone
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