Das A(dvent)BC des Macintosh

 
Adventskalender 2009: 24

Das A(dvent)BC des Macintosh

XYZ wie XYZ

Am Ende des Alphabets gehen die Begriffe aus. Lexika und Wörterbücher haben ihre X, Y und Z gewidmeten Seiten recht knapp gehalten. Weswegen wir uns am Ende des A(dvent)BC des Mac recht kurz fassen, schließlich dürften Sie an Heilig Abend noch einiges vorhaben, von dem wir Sie nicht abhalten wollen.

Von Peter Müller (24.12.2009)

Adventskalender enden in der Regel mit der 24sten Folge, weswegen wir nun die drei letzten Buchstaben des Alphabets hinter das große Türchen mit der 24 packen. Dabei gäbe es aus Mac-Sicht zu X, Y und Z doch Einiges zu erzählen.

Beginnen wir mit dem X, das Apple in seinem Betriebssystem groß schreibt. Praktisch, dass nach Mac-OS 9 eine zehnte Fassung des Mac-Betriebssystems kommen musste und sich der lateinische Buchstabe X eben auch als Zahlwort lesen konnte. Die Architektur änderte sich mit Mac-OS X so radikal, das ein einfaches "Weiter so!" in der Nomenklatur nicht gepasst hatte. Im Kern ist das Mac-Betriebssystem Unix, das Betriebssystem blickt heuer auf 40 Jahre zurück. Konkret hatten Apples Entwickler Mac-OS X auf das System NeXT-Step aufgebaut, das die Computer der Firma NeXT antrieb, die Steve Jobs nach seinem 1985 erzwungenen Abschied von Apple gegründet hatte. Das große X hat gewissermaßen die Übernahme von NeXT durch Apple Ende 1996 überdauert. Der Aphorismus "Satz mit X" klingt bei Apple also ganz anders als beispielsweise in Xanten und beim Perserkönig Xerxes, mit denen sich Adventskalenderautoren aus anderen Branchen herumschlagen müssen. Ironie am Rande: Schon im klassischen Mac-Betriebssystem steckte jede Menge "X". Denn den ersten Protoypen eines Betriebssystems mit grafischer Oberfläche hatte seinerzeit Xerox entwickelt. Apple gebührt der Dank für das Gespür, die Idee als Erster zu vermarkten.

Die Lösung der Frage vom 23. Dezember

AES bezeichnet - wie im Artikel erwähnt - den American Encryption Standard, eine symmetrische Verschlüsselung. BCS steht für die Theorie der Supraleitung und ihre Schöpfer Bardeen, Cooper und Schriefer, RSA schließlich für die drei Erfinder der asymmetrischen Verschlüsselung Rivest, Shamir und Adleman

Kommen wir zum Y. Und da sieht es in Sachen Mac recht finster aus. Einzig die Verwechslungsmöglichkeit der Tasten Y und Z scheint uns eine Erwähnung wert. Nicht vergessen: Startet man seinen Mac im Single-User-Modus bedeutete der Druck auf die Taste Z die Eingabe eines Y, der Single-User-Modus kennt nur die englische Tastaturbelegung. Ytrium, vom Buchstaben Y im Periodensystem der Elemente repräsentiert, hat keine Daseinsberechtigung im Mac. Das giftige Metall fand seinen Einsatz in Röhrenmonitoren, diese hat Apple vor vier Jahren endgültig ausrangiert.

Bleibt das Z. Die große Hoffnung, an dieser Stelle ausführlich über das Dateisystem ZFS referieren zu könne, hat sich vor zwei Monaten zerschlagen. Apple hat Ende Oktober bekannt gegeben, das von Sun stammende Dateisystem nicht mehr in Mac-OS X integrieren zu wollen. In den letzten Jahren hatte es Spekulationen gegeben, Apple würde ZFS als Nachfolger des derzeit verwendeten HFS+ aufbauen wollen, der integrierte Raid-Controller und bis zu 16 Exabyte große Dateien wiegen den Entwicklern wohl nicht schwer genug. Ob jedoch nur technische oder auch lizenzrechtliche die Ursache waren, klärte Apple nicht.

Aber wir wollten Sie heute ohnehin nicht lange auf die Folter spannen, Sie haben wichtigeres zu tun. Zum Beispiel X, wenn nicht gar Y Zimtsterne vertilgen.

Wir wünschen allseits frohe Weihnachten und verzichten heute auf eine Frage. Gewinnen könnten Sie trotzdem noch etwas und zwar unseren Hauptpreis. Gravis stiftet einen iPod Touch inklusive der Cinemizer-Videobrille von Carl Zeiss. Sie müssen uns nur hier sagen, wie Ihnen der Macwelt-Adventskalender in diesem Jahr gefallen hat.

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