Das war das Mac-Jahr 2009 |
Steve Jobs kehrt Ende Juni nach einer Lebertransplantation zu Apple zurück - zuvor überlässt er es seinen Vertretern Phil Schiller und Tim Cook, das iPhone-OS 3.0, das iPhone 3GS und eine neue Macbook-Reihe vorzustellen.
Von Redaktion Macwelt (26.12.2009)
Der genesende Steve Jobs überlässt auf der WWDC erneut seinem Vertrete Phil Schiller und kehrt erst drei Wochen später Ende Juni an seinen Arbeitsplatz in Cupertino zurück. War schon im Vorfeld klar, dass sich die Veranstaltung vorwiegend um das bereits im März gezeigte iPhone-OS 3.0 drehen würde und ein neues iPhone sehr wahrscheinlich, hat Apple zur Eröffnung der WWDC die Erwartungen teils übererfüllt. Das neue iPhone heißt iPhone 3GS und will in punkto Geschwindigkeit den Vorgänger in den Schatten stellen, was dem Gerät auch gelingt. Zudem aktualisiert Apple seine Macbook Pro und verkauft sie deutlich günstiger, den Verkaufsstart für Mac-OS X 10.6 gibt Apple mit "September" an - tatsächlich klappt es dann schon Ende August.
Wartete alle Welt auf weitere Details zu iPhone-OS 3.0 und ein neues Apple-Handy, stellte Apples Vizepräsident für Marketing Phil Schiller zu Beginn der WWDC-Keynote erst einmal überraschend neue Macbooks Pro vor. Die Modelle mit 15-Zoll- und 13-Zoll-Bildschirm bringen wie das im Januar vorgestellte 17-Zoll-Macbook-Pro das Konzept des fest verlöteten Akkus mit. Die Batterie lässt sich derart nur noch vom autorisierten Händler austauschen, dafür soll sie aber praktisch ein Notebookleben lang halten: Bis zu 1000 Aufladezyklen und sieben Stunden Laufzeit verspricht Apple. Den neuen Modellen gemeinsam ist zudem die LED-Hintergrundbeleuchtung und der Steckplatz für SD-Karten, der anstatt eines Express-Card-Slots eingebaut ist. Die Unibody-Modelle aus Aluminium tragen nun allsamt die Bezeichnung Macbook Pro, das erst im Mai leicht verbesserte Macbook im weißen Plastikgehäuse bleibt im Angebot - bis es im Oktober einen Plastik-Unibody-Nachfolger erhält. Änderungen hat auch das Macbook Air erfahren, das wie die Macbooks Pro deutlich günstiger wird. In Sachen Umweltfreundlichkeit will Apple Standards setzen, alle Modelle erfüllen laut Hersteller die Richtlinien für den EPEAT Gold Status.
Ein Jahr zuvor hatte Apple bei der gleichen Gelegenheit erstmals Mac-OS X 10.6 Snow Leopard vorgestellt, Apples Entwicklungschef Bertrand Serlet gibt Anfang Juni weitere Details bekannt und nennt einen Erscheinungstermin. Das ursprünglich für die erste Jahreshälfte 2009 avisierte Mac-OS X 10.6 werde im September in den Handel gelangen - tatsächlich schafft es Apple dann sogar ein paar Tage früher. Bei der Entwicklung des Betriebssystems setzte Apple stark auf Mac-OS X 10.5 auf, der Nachfolger erhält nur wenige neue Funktionen. Dafür ist unter der Haube viel geschehen, angefangen von System weit 64 Bit über die Exchange-Unterstützung hin zu Quicktime X, das die Bearbeitung und den Export von Medieninhalten erleichtert. Snow Leoaprd wird jedoch nur auf Intel-Macs laufen, wer Mac-OS X 10.5 Leopard im Einsatz hat, zahlt für das Upgrade gerade einmal 29 Euro, eine Familienlizenz für fünf Rechner 49 Euro.
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