Das war das Mac-Jahr 2009 |
Von Redaktion Macwelt (30.12.2009)
Apple hat mit einem Rekordquartal die Erwartungen der Wall Street erneut deutlich übertroffen. Von der Rezession unbeeindruckt, verkaufte Apple so viele Macs und iPhones wie noch nie zuvor in einem Quartal. Die Börse reagierte begeistert, die Apple-Aktie trat nach Handelsschluss einen Höhenflug auf Werte jenseits der 200-Dollar-Marke an.
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Der Gewinn stieg im Ende September abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal um 47 Prozent auf 1,7 Milliarden US-Dollar, der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Viertel auf fast 9,9 Milliarden Dollar. "Wir sind begeistert", kommentierte Apple-Chef Steve Jobs die Bilanz in einer Pressemitteilung. Finanzchef Peter Oppenheimer sprach in der Bilanzpressekonferenz gestern Abend vom profitabelstem Quartal aller Zeiten. Apple erzielte 46 Prozent seiner Einnahmen außerhalb der USA. Erfolgreich entwickelte sich auch der Absatz im Bildungsmarkt, an US-Schulen habe man 12 Prozent mehr Rechner verkauft als ein Jahr zuvor.
Der Konzern habe für 2010 bedeutende neue Produkte in der Planung, versprach Jobs den Apple-Fans, ohne Details zu nennen.
Im Berichtszeitraum verkaufte Apple 3,05 Millionen Macs - ein Plus von 17 Prozent zum Vorjahr, als Apple mit 2,61 Millionen Macs den bisher gültigen Rekord aufgestellt hatte. Insbesondere hält der Boom bei den portablen Macs an, von den Modellen Macbook, Macbook Pro und Macbook Air verkaufte Apple 2,27 Millionen Geräte, Desktops nur noch 787.000. Damit machen Mobilrechner 74 Prozent der im Quartal verkauften Macs aus. 7,4 Millionen iPhones und damit sieben Prozent mehr als im Vorjahr gingen über die Ladentische - soviel wie noch nie zuvor in einem Quartal. Im Vorjahr hatte Apple jedoch das iPhone 3G erstmals weltweit verkauft und damit den Hype um das Smartphone richtig befeuert.
Weiter rückläufig entwickeln sich die Verkaufszahlen des iPod, der Absatz fiel um acht Prozent auf 10,2 Millionen Stück. Damit verlor der iPod zum zweiten Mal in Folge gegenüber dem Vorjahr an Verkaufszahlen. Apple sieht jedoch im iPod-Geschäft nicht schwarz: 50 Prozent der iPod-Käufer hätten ihren ersten Player von Apple erstanden, die Verkaufszahlen des iPod Touch haben sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. "Wir glauben, das iPod-Line-Up ist für das Weihnachtsgeschäft attraktiv aufgestellt," meinte Oppenheimer.
Im gesamten Geschäftsjahr 2008/2009 stieg der Apple-Umsatz um zwölf Prozent auf 36,5 Milliarden Dollar, der Jahresgewinn stieg um 18 Prozent auf 5,7 Milliarden US-Dollar.
Die Apple-Aktie ist zwei Tage nach Bekanntgabe der Apple-Bilanz für das vierte Quartal 2008/2009 auf ein neues Allzeithoch geklettert. Der gestrige Schlusskurs von 204,92 US-Dollar lag dabei um 6,16 US-Dollar oder 3,1 Prozent über dem Wert des Vortages. In einem Jahr hat die Apple-Aktie damit um 124 Prozent zugelegt und in den letzten fünf Jahren ihren Wert mehr als verachtfacht.
Als die Apple-Aktie zuletzt zum Jahreswechsel 2007/2008 über 200 US-Dollar notiert war, zogen in erster Linie Gewinnmitnahmen den Kurs wieder nach unten. Mit Verschärfung der Finankrise im September 2008 ging der Kurs im Börsengleichklang auf Talfahrt - trotz der guten Ergebnisse, die Apple Quartal für Quartal bilanzierte. Die Talsohle erreichte AAPL am 20. Januar 2009 bei 78,20 US-Dollar, seit März (83,11 US-Dollar am 9.3.09) geht es für Apples Aktie wieder steil bergauf. Und das Ende der Fahnenstange ist nicht erreicht, meinte etwa der Experte Jim Cramer in der CNBC-Fernsehsendung Mad Money. Das Kursziel für AAPL stehe bei 300 US-Dollar, selbst 350 US-Dollar seien für das Papier möglich. Wer heute in Apple-Aktien investiert, könne also mit einer Wertsteigerung seines Portfolios rechnen. Wer vor fünf Jahren investiert hat, könne ruhig noch etwas mit der Gewinnmitnahme warten.
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