Inoffizielle Informationen

 
Apple Tablet-Mac Version 2

Inoffizielle Informationen

Apple streut geheime Informationen gezielt an Medien

Laut einem ehemaligen Mitarbeiter gibt Apple gezielt Informationen an wichtige Medien weiter, wenn es die Aufmerksamkeit schürt. Apple nutzt diese beabsichtigten Lecks für die PR.

Von Patrick Woods (08.01.2010)

In einem Blogbeitrag erklärt der ehemalige Apple-Mitarbeiter John Martellaro, wie Apple Aufmerksamkeit schürt, indem das Unternehmen gezielt geheime Informationen über zukünftige Produkte an Medien weitergibt. Diese Informationen sind inoffiziell und werden nur mündlich weitergegeben. Offiziell lautet Apples Informationspolitik gegenüber den Medien und Kunden: "Wir sprechen nicht über zukünftige Produkte".

Gerüchte kommentiert Apple grundsätzlich nicht. Dennoch soll es laut Martellaro immer wieder Medienberichte geben, die von Apple gezielt mit Informationen gefüttert werden. Am Montag, dem 4. Januar veröffentlichte das renommierte Wall Street Journal einen detaillierten Artikel über das Mac-Tablet, der Einzelheiten aus dem Entwicklungsprozess beschreibt, das Vorstellungsdatum für den 27. Januar angekündigte, einen Preis von rund 1.000 Dollar nannte und sich auf informierte Personen beruft.

iTablet, Apple-Tablet oder iPod Touch XL?

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Die englische Seite Macformat tippt auf einen Tablet-Mac mit externer Tastatur. Eine Dockingstation wie im Bild hat Apple sich bereits patentieren lassen. So wenig Phantasie trauen wir Apple aber nicht zu.

Offizielles Schweigen

Dies sei ein typischer Fall von inoffiziellen Apple-Informationen, die das Unternehmen gezielt verbreitet hat, so John Martellaro. Er selbst hat in der Marketingabteilung Apples gearbeitet und sei selbst mehrfach damit beauftragt worden sein, Informationen zu verbreiten. "Es läuft folgendermaßen: Ein Manager kommt herein und sagt: 'Wir müssen diese spezifische Information verbreiten, hast Du einen vertrauenswürdigen Freund bei einem großen Medium? Ruf ihn an und verabrede ein Gespräch. Lass dabei diese und jene Information fallen.' Dies findet nie schriftlich, sondern nur am Telefon oder persönlich statt."

Martellaro sieht mehrere Vorteile durch dieses Vorgehen: Zum einen könnte Apple testen, wie die Öffentlichkeit auf die Preisvorstellungen reagiert. Außerdem könnten man damit der Konkurrenz Feuer machen. Zudem kann man mit solchen Vorabinfos die Börsenanleger beruhigen.

Microsoft hatte zum Start der Messe CES neue Tablet-Geräte mit Windows 7 angekündigt und Apple damit vorab unter Druck gesetzt. Diese Neuerungen entpuppten sich als wenig innovativ, Anleger und Experten reagieren ernüchtert. Mit der mutmaßlich absichtlich gestreuten Info an das Wall Street Journal hat Apple bereits vorab inoffiziell angekündigt, dass man tatsächlich an einem solchen Gerät arbeitet und es nur noch wenige Wochen dauert, bis es erscheinen wird.

Info: Mac Observer

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