Die Haken beim iPad
Was dem iPad fehlt
Die meisten Erwartungen dürfte Apple-CEO Steve Jobs gestern bei der Vorstellung des iPad erfüllt haben. Dennoch fehlen dem Apple Tablet einige Features, insbesondere Geschäftskunden werden nicht zufrieden sein.
Von
Peter Müller
(28.01.2010)
Fünf Mängel des iPad haben unsere Kollegen von Macworld zusammengestellt. Dem Gerät fehle es unter anderem an einer Video-Kamera, die iPad-Nutzer etwa für Video-Chats einsetzen könnten. Apple will sich die Kamera vielleicht für ein Nachfolgemodell offen halten, spekuliert Macworld. Auch beim Video-Output finden die Kollegen ein Haar in der Suppe. Zwar könne das iPad Video im HD-Format 720p darstellen, diese aber allenfalls als 576p exportieren - als Quelle für einen HD-Fernseher ist es also ungeeignet. Zudem sei es unverständlich, dass Apple auf das scheinbar veraltete Format 4:3 setze, während etwa die iMacs zunehmend auf Breitbildschirme setzten. Die Auflösung von 1.024 mal 768 Pixel liegt zudem unterhalb des kleinsten HD-Formats (1.280 mal 720 Pixel).
Über Multitasking sprach Steve Jobs gestern auch kein Wort - das iPad kann wie iPhone und iPod Touch immer nur ein Programm im Vordergrund ausführen, der Wechsel zwischen den Apps geschieht über die Home-Taste. Womöglich arbeitet Apple jedoch schon an iPhone-OS 4.0, das Multitasking beherrschen soll. Multitasking geht jedoch zur Lasten der Akkulaufzeit, die Apple für das iPad stolz mit zehn Stunde angibt.
Dass auch das iPad keine Flash-Inhalte darstellen kann, stört die Kollegen ebenfalls. Das Format von Adobe ist im Web für bewegte Bilder weit verbreitet, das Surferlebnis wäre für das iPad vielerorts getrübt, sofern die Website-Betreiber nicht auf Quicktime zumindest als Fallback setzen.
Kein GPS beim kleinen Modell
Damit auch keine falschen Vorstellungen über die iPad-Modelle für 500, 600 und 700 US-Dollar aufkommen, betonen die Kollegen noch, dass ein GPS-Modul nur im UMTS-iPad enthalten ist. Zahlreiche Apps, die auf Location Based Services, also genaue Ortsbestimmung setzen, sind auf den UMTS-freien iPads nur eingeschränkt oder gar nicht nutzbar.
Apple Tablet iPad
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Apple mag das iPad für den Consumer-Markt konzipiert haben, doch sind gestern auch Unternehmenskunden aufmerksam geworden. Diesen rät jedoch der Analyst Chris Hazelton von der 451 Group ab. Dem iPad fehle es an Sicherheitsvorkehrungen wie etwa VPN und wegen der Kopplung von Software an den App Store erweise es sich bei der Firmenweiten Distribution von Software als sperrig. Anders als das iPhone fehle dem iPad auch eine Anbindung an Microsoft Exchange.
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iPad, Hardware, Apple
RolandR
30.01.10 12:20
Dem iPad fehlt tatsächlich noch so manches.
Größtes Manko, wie auch schon beim iPhone: Das Fehlen eines Finders. Jedes noch so simple Windows- oder Smartphone ist in der Lage, unterschiedliche Dateien in verschiedenen Ordnern zu speichern.
Für mich ist dieses Gerät ohne Dateiordner nichts weiteres, wie ein zu groß geratener iPod mit Ebookreader und kein Ersatz für ein portables Gerät.
Weiter wird es Zeit, dass die auch im iPad genutzte Plattform von MacOSX mit Flash umgehen kann.
Flash ist für den Mac ja eh schon recht bescheiden umgesetzt, aber wenigstens das sollte die Software unterstützen. Sonst kann ich das halbe Internet ja eh nicht nutzen.
iSight-Kamera? Warum lässt man die weg? Das ist wirklich nichts, denn dieses Gerät ist vom Format her wie geschaffen für Vidotelefonie.
Fehlendes Multitasking: Als Apple-Jünger denkt man ja, es gibt nichts besser Umgesetztes, als Apple-Geräte: Doch es sind Kleinigkeiten, die einen auch manchmal an Apple zweifeln lassen: Schaut man sich mal den Palm Pre an - ein wirklich gelungenes Gerät: Multitasking gibts da und es ist auch hervorragend umgesetzt.
Und ein weiteres Plus von Palm: Der Pre nutzt wie das iPhone auch mehrere frei anlegbare Seiten: Jedoch ist bei beim iPhone, wie dann auch mal beim iPad eine Seite schnell voll. Beim Palm kann man diese beliebig nach unten erweitern, während bei Apple zig neue Seiten angelegt werden müssen. Gerade, wenn man seine Apps nach Themen sortiert ist das sehr nachteilig.
Ich habe lange auf das iPad gewartet und bin ein wenig enttäuscht. Da leg ich lieber was drauf und kaufe ein macbook air. da hab ich wenigstens einen richtigen Rechner.
Ich wollte nämlich einen kleinen Ersatz für mein macbook und keine Vergrößerung meines iPods.
Der Ansatz für das iPad ist super, aber da fehlt einfach noch Grundlegendes, um es als Zwischenstück zwischen iPhone und MacBook bezeichnen zu können.
Fritzchen
29.01.10 17:19
neben dem schon genannten: Video braucht Speicherplatz, Videobearbeitung erst recht. Da sind 16, 32, 64 GB Platz schnell voll. Und dann?
Dass das Dock (wie inzwischen ja auch beim iPod) extra kostet, finde ich auch ärgerlich.
Den Notizzettel, auf dem man mit einem Stift schreiben kann, mag es vielleicht als App geben, aber eine Schrifterkennung, wie mein Palm sie hat (zugegeben: der braucht ne bestimmte Handschrift) wäre auch schön gewesen.
LG
Fritzchen
hapu
28.01.10 10:38
ein USB-Anschluss direkt am Gerät, auch ein Slot für SD-Karten
Eine Kamera und ein 16:9-Schirm kommt schon noch ... der iPad ist ja noch jung ...
Red1Five
28.01.10 10:05
Was mir am meisten fehlt ist die zusätzlich Eingabemöglichkeit mit dem Stift(Malen + Schreiben). Das würde es für mich perfekt machen - z.B. Ersatz des Notziblocks z.B. Meeting Protokolle.
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