iPad Pro und Kontra

 
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iPad Pro und Kontra

Contra - warum ich das iPad nicht mag

Mit viel Brimborium hat Apple das neue iPad vorgestellt, es soll der Heilsbringer für die Verlage und überhaupt der Retter der Menschheit werden. Doch es gibt gute Gründe die dagegen sprechen.

Von Christian Möller (28.01.2010)

Nach der Präsentation von Steve Jobs war ich schon fast überzeugt, das iPad gut und nützlich zu finden. Doch man sollte immer erst mal eine Nacht drüber schlafen, bevor man sich ein endgültiges Urteil über - was auch immer - bildet. Und am nächsten Morgen sieht die heile iPad-Welt gar nicht mehr so heil aus. Warum? Hier meine ganz persönlichen Gründe:

Design

Ok, das Design ist Geschmackssache, doch der dicke schwarze Rand um das Display, muss der sein? Die Proportionen zwischen Display und Gesamtgröße des Gerätes stimmen einfach nicht. Ich habe das Gefühl auf den Bildschirm eines Powerbooks aus dem Jahre 1993 zu schauen. Ein schmaler Rand würde das iPad deutlich schicker machen. Beim iPhone und beim iPod Touch ist Apple das besser gelungen.

Das iPad - Pro und Kontra

Das iPad hat rasch seine Freunde gefunden. Doch auch Skeptiker haben ihre Ansichten zu Apples Wundergerät. Wir haben beide Seiten zu Wort kommen lassen.

Christian Möller mag das iPad nicht.

Peter Müller mag das iPad.

Keine Kamera

Was ist nun los? Keine Kamera? Beinahe jedes Apple-Gerät vom iPod Nano bis zum 27-Zoll-iMac kommt seit Jahren mit einer eingebauten Kamera. Wie nützlich die ist, sei mal dahin gestellt, aber gerade das iPad würde sich doch für Videochats anbieten. Ok, man bräuchte genau genommen zwei Kameras, eine auf der Vorderseite für Videochats und eine auf der Rückseite, um Fotos und Videos aufzunehmen. Aber das ist ein lösbares Problem, das Apple zumindest in einer High-End-Version des iPad hätte anpacken können.

Das iPad in der Praxis

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Obwohl das iPad für Nutzer eines iPod Touch oder iPhone vertraut aussieht, fällt der Größenunterschied sofort auf.

Micro-SIM

Warum setzt Apple auf einen neuen SIM-Standard? Ist im iPad nicht genug Platz für einen SIM-Slot in normaler Größe, wo dieser sogar im iPhone genug Raum hat? Die Antwort ist genauso einfach wie böse: Apple verzichtet offiziell auf einen SIM-Lock im iPad. Das heißt, man kann das iPad in jedem Land mit jedem Handy-Provider betreiben. Das heißt: man könnte es, wenn normale SIMs passen würden, tun sie aber nicht. Man ist also gezwungen ein neues SIM zu kaufen, wenn man es im iPad verwenden will.

Da Micro-SIMs heutzutage quasi keine Bedeutung im Handy-Markt haben, ist es für jeden Handy-Provider ein Leichtes, ganz spezielle, vermutlich teure Tarife nur für Micro-SIM-Karten anzubieten. Damit lassen sich dann vorzüglich speziell die iPad-Nutzer schröpfen, denn sie sind schließlich (vorerst) die einzigen, die Interesse an einem Micro-SIM haben.

Letztlich ist der Einsatz von Micro-SIM-Karten nur eine Art versteckter SIM-Lock durch die Hintertür, zumindest eine Zeit lang. Das ist böse Apple!

Schnittstellen

Apple positioniert das iPad ganz bewusst im Netbook-Markt. Preislich kann es sich durchaus mit dem ein oder anderen PC-Netbook messen, doch Netbooks können grundsätzlich mehr. Sie stellen zum Beispiel Schnittstellen wie USB oder Ethernet bereit, auf die man beim iPad verzichten muss. Bereits um ganz einfach Tätigkeiten zu bewältigen, wie zum Beispiel Urlaubsfotos von der Digitalkamera auf das iPad zu übertragen, muss man beim iPad spezielle Adapter extra kaufen. Ein einfacher USB-Port hätte es doch auch getan, oder?

Zudem soll es immer noch Menschen geben, die sich scheuen daheim ein Wlan zu betreiben. Aus Sicherheitsgründen sind Kabel gebundene Netze auch im Büro besser. Ohne Ethernet-Port jedoch ist man in diesen Fällen gezwungen ein Wlan aufzusetzen, damit das iPad eine Verbindung zum Internet bekommt.

Größe

Es ist eine tolle Idee, mit dem iPad eBooks zu lesen, doch lesen kann ich mit dem iPhone auch. Nüchtern betrachtet kann das iPad daher nicht wirklich mehr als mein iPhone. Aber es kann eine ganz entscheidende Sache weniger: es passt nicht in meine Hosentasche. Wenn ich mir beispielsweise im Supermarkt in der 10 Meter langen Schlange vor der Kasse ein wenig die Zeit vertreiben will, dann habe ich mein iPhone mit Sicherheit in der Tasche. Ein iPad würde mir in der Situation gar nichts helfen, denn es läge im Auto, gut geschützt im Rucksack - doch da liegt schon ein Macbook.

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