iPad gegen Kindle und Slate

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iPad gegen Kindle und Slate

Apple und die Ebooks - Die Konkurrenten des iPad

Netbooks, E-Reader und jetzt Tablets wie das iPad und das von Microsoft vorgestellte Slate-Konzept - eine ganze Industrie sieht die Zukunft in noch mehr Mobilität. Die Konzepte der iPad-Konkurrenten stammen aus der Mottenkiste.

Von Steve Paul (29.01.2010)

Es war ein echter Reinfall. Mit der Demo einer Kindle-Anwendung auf einem Tablet-PC wollte Microsoft-Chef Steve Ballmer auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas Anfang Januar dem mit Spannung erwarteten Apple-Tablet die Show stehlen. Schon vor der Messe hatten Microsoft-Mitarbeiter der New York Times und dem Online-Kanal CNet gesteckt, dass zur Eröffnung eine Sensation zu erwarten sei, die das kommenden Apple-Tablet iPad schlecht aussehen lassen werde.

Doch die versprochene Super-Premiere geriet zum Fiasko. Das Gerät von HP erwies sich als ein Mobilrechner im "Slate"-Format (Slate=Schiefertafel), der durch ein herkömmliches Windows 7 angetrieben wurde. Ballmer wischte in dem Kindle-Programm durch einige Buchseiten. Dann hatte er große Mühe, mit seinen Finger die filigranen Bedienelemente von Windows 7 zu treffen, um ein Video abzuspielen.

Die schwache Demo von Ballmer in Las Vegas scheint die Zweifel des Microsoft-Chefs am Erfolg der gesamten Geräteklasse widerzuspiegeln. In einem Interview mit dem US-Radiosender NPR sagte Ballmer, die Tablet PCs seien "interessant", aber sie erreichten nicht die hohen Zahlen im Vergleich zu den anderen "smarten Geräten in der Welt".

Warum das bisher so war und das "Slate" daran wenig ändern wird, dem iPad hingegen die besten Chancen offen stehen, zeigt ein Blick in die Geschichte der Tablet-Computer und auf die aktuelle Konkurrenz des iPad.

Das iPad in der Praxis

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Obwohl das iPad für Nutzer eines iPod Touch oder iPhone vertraut aussieht, fällt der Größenunterschied sofort auf.

Kein Glück mit Tablets

Neu sind Tablet-Konzepte nicht. Microsoft-Gründer Bill Gates war schon 2001 überzeugt, dass den Flachmännern mit Stiftbedienung die Zukunft gehört.
Neu sind Tablet-Konzepte nicht. Microsoft-Gründer Bill Gates war schon 2001 überzeugt, dass den Flachmännern mit Stiftbedienung die Zukunft gehört.
Die Geschichte von Microsoft und dem Tablet-Format ist geprägt von Pleiten, Pech und Pannen. Microsoft-Mitbegründer Bill Gates ging bereits vor zehn Jahren davon aus, dass Tablet-PCs sehr erfolgreich werden. Bis zum Jahr 2006 werde der flache Mobilcomputer in der Größe eines Schreibblocks den herkömmlichen PC als populärsten Personal Computer ablösen, sagte der damalige "Chief Software Architect" von Microsoft im Jahr 2001 voraus.

Bei seinem Auftritt auf der Comdex 2001 demonstrierte Gates damals die Tablet-PC-Prototypen von Acer, Compaq Fujitsu und Toshiba, die mit einem Schreibstift bedient werden. Doch der kommerzielle Erfolg blieb den Tablets damals versagt. Es sollte sich bewahrheiten, was Todd Kort, Analyst des Marktforschungsunternehmens Gartner, damals den Reportern in die Notizblöcke diktierte: Gates Vorstellung sei ein "Wunschtraum". "Das ist ein Niemandsland in der Computerlandschaft." Für den Tablet-PC gebe es in der Branche keine Begeisterung.

Gates ließ sich damals von den düsteren Prognosen der Marktforscher nicht abhalten. Obwohl die ersten Tablet-PCs bei den Händlern wie Blei in den Regalen lagen, trieb er seine Software-Entwickler immer wieder an, einen neuen Anlauf zu unternehmen. Im November 2002 präsentierte Gates auf einem großen Event in New York eine spezielle "Tablet PC Edition" von Windows XP. Doch auch dieser Anlauf floppte.

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