Apple A4 des iPad

 
Apple A4 Chip

Apple A4 des iPad

iPad: Apple A4-Chip auch für das iPhone geeignet

Analysten rechnen damit, dass mit gedrosselter Taktrate und angepasster Bildschirm-Ausgabe der Chip hervorragende Dienste für das nächste iPhone-Modell leisten wird. Aber auch die Laptops könnten den A4-Chip als Ko-Prozessor zum verzögerungsfreien Booten und Internet-Zugang einsetzen.

Von Sabine Friedrich (01.02.2010)

Analysten berichten, dass der A4-Chip von Apples iPad für iPhones die Eintrittskarte in die Zukunft sein kann. Der von Apple entwickelte Chip besitzt einen Prozessor mit 1 GHz Taktrate und einen Grafik-Kern, der Videos in HD-Auflösung bis zu 1.280 mal 720 Bildpunkte darstellen kann. Dank energie-effizienter Entwicklung hält die Batterie des iPad zehn Stunden durch.

Nathan Brookwood, Chef-Analyst bei Insight 64, sieht in dem Chip die ideale Ausgangsbasis für ein viel schnelleres iPhone. Brookwood beschreibt die Geschwindigkeit, mit der das iPad Anwendungen aufrufen kann, als "schlichtweg atemberaubend". Der Verzögerungsfreie Ausrichtungswechsel auf den iPad sieht auf dem iPhone gegenwärtig richtig lahm aus. Mit einer niedrigeren Taktrate könnte der iPad-Chip energiesparend genug für as iPhone sein und dennoch einen immensen Geschwindigkeitszuwachs bringen, schätzt Brookwood. Jim McGregor, der technische Analyst bei In-Stat stimmt dem voll zu. Auch seiner Meinung nach ist lediglich die Anpassung des Chips auf die iPhone-Bildschirmgröße notwendig.

Bisher hat Apple jedes Jahr ein neues iPhone-Modell heraus gebracht. Das Herz des iPhone 3GS ist ein ARM-basierter Chip von Samsung. , aber mit der Übernahme des Chip-Herstellers PA Semi in 2008 ist Apple für Nachfolgermodelle nicht mehr auf Entwicklungen von Dritt-Herstellern angewiesen. In Apples Desktop- und Laptop-Geräten sind Intel-Prozessoren eingesetzt, aber Intel bietet trotz Einführung des Atom-Chips in LGs Smartphone GW990 für Apples Mobilgeräte-Markt keine umfassend überzeugenden Lösungen.

McGregor sieht in der Entwicklung des A4-Chips keinen Einfluss auf Intels Zukunft, aber großen Druck auf Apple, um mit der ARM-basierten Konkurrenz für Mobil-Geräte Schritt zu halten. Möglicherweise hegt Apple auch Pläne, den neuen A4-Chip als Ko-Prozessor in den Laptops einzusetzen, um schneller zu booten oder Internet-Zugang zu erhalten. Dell wählte diese Option und unterstützt den Intel-Prozessor in seinen Laptops mit einem ARM-basierten Ko-Prozessor. Brookwood hingegen zögert bei dieser Aussicht. Seiner Meinung nach hat Apple mit großem Aufwand seine Betriebssysteme und Software gerade erst erfolgreich auf die Intel-Architektur portiert und es ist eher unwahrscheinlich, dass Apple so schnell den nächsten Übergang plant.

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