Überwachungsskandal |
Ein echtes trojanisches Pferd: Die Macbooks, die eine US-Schule ihren Schülern zur Verfügung stellt, sind gleichzeitig mit einer Sicherheitssoftware gegen Diebstahl ausgerüstet. Damit lassen sich über die eingebaute Webcam entfernte Aufnahmen machen und verschicken.
Von Thomas Hartmann (22.02.2010)
Eigentlich ist das eine gute Sache: Die Software soll im Fall eines Diebstahls des Macbooks unauffällig ihren Standort mitteilen und sogar Bilder von Personen anfertigen und heimlich versenden, die sich vor der iSight des Apple-Laptops aufhalten. In diesem Fall aber gab es einen Verweis der Schule, weil ein Schüler bereits im November vergangenen Jahres einen Verweis wegen "ungebührlichen Verhaltens in seiner Wohnung" bekam, wie das IT-Magazin Golem.de berichtet. Der Junge hat laut Vater bestimmte Bonbons konsumiert, die als Drogen fehlgedeutet wurden. Als "Beweis" fungierte ein Foto von der Webcam (iSight) des mobilen Macs. Dazu ist die nicht näher benannte Software offenbar so ausgestattet, dass die LED der iSight nicht aufleuchtet. Die Schulleitung räumte ein, dass in dem Bezirk die insgesamt 1800 vergebenen Macbooks an den Highschools mit dem SicherheitS-Tool ausgestattet sind, allerdings nur für den Fall eines Diebstahls. FBI und Staatsanwaltschaft haben nun die Ermittlungen wegen unerlaubter Bespitzelung aufgenommen, so Golem.de.
Info: Golem.de
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