Mobiles Internet |
Von dpa dpa (29.07.2010)
Inzwischen ist bereits der UMTS-Nachfolger in Reichweite: Der Standard "Long Term Evolution" (LTE) verspricht Geschwindigkeiten bis 300 Megabit pro Sekunde. Die Versteigerung der dafür geplanten Frequenz-Lizenzen ging im Mai sehr viel stiller über die Runden. Die deutschen Netzbetreiber haben dafür zusammen gerade mal 4,4 Milliarden Euro ausgegeben, noch nicht einmal ein Zehntel der Ausgaben für die UMTS-Lizenzen.
Damals wie heute gilt aus Sicht der Bundesnetzagentur: "Wenn die Nachfrage größer ist als das Angebot an verfügbaren Frequenzen, dann ist die Versteigerung das gesetzliche Regelverfahren." Auf diese Weise, so erklärt Behördensprecher Cord Lüdemann, «werden die leistungsfähigsten Anbieter ermittelt".
Die ersten LTE-Netze sollen bis Ende des Jahres verfügbar sein, die Deutsche Telekom will voraussichtlich Anfang nächsten Jahres einen USB-Stick dafür anbieten. Aber UMTS wird parallel dazu noch lange Zeit Bestand haben.
Die Verbraucher dürfen hoffen, dass die Mobilfunkbetreiber aus den vergangenen zehn Jahren gelernt haben und günstige Tarife anbieten. Zwei von drei Handy-Besitzern (67,9 Prozent) verzichten auch heute noch wegen hoher Kosten auf die Internet-Nutzung mit dem Mobiltelefon - so das in dieser Woche veröffentlichte Ergebnis einer Umfrage der Marktforscher Fittkau & Maaß. Die Mehrheit der Bevölkerung steht dem mobilen Internet immer noch kritisch gegenüber.
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