iOS 4.1 mit HDR

 
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iOS 4.1 mit HDR

Test: HDR-Bilder mit iOS 4.1

Wir haben die neue Fotofunktion für das iPhone 4 getestet. Bringt die HDR-Option tatsächlich mehr Dynamik und bessere Bilder? Wir zeigen die Vergleichsbilder.

Von Patrick Woods (09.09.2010)

Die HDR-Aufnahme ist eine der wichtigen Neuerungen in iOS 4.1. HDR steht für "High Dynamic Range", also "hohen Dynamikumfang". Dies bedeutet in der Fotografie, dass sowohl helle als auch dunkle Bereiche detailliert abgebildet werden. Eine Digitalkamera ist in dieser Disziplin deutlich schlechter als das menschliche Auge. Bei Handykameras ist dies durch die kleinen Linsen und kleinen Bildsensoren besonders ausgeprägt.

Deshalb ist der blaue Himmel auf vielen Bildern einfach gleißend weiß oder schattige Bereiche werden zu stumpfem Schwarz. Die Kameraelektronik muss sich für eine Belichtungszeit entscheiden, die den besten Kompromiss darstellt. HDR-Fotografie funktioniert anders. Hier werden mehrere identische Aufnahmen mit jeweils unterschiedlicher Belichtungszeit gemacht. Apple verwendet eine Belichtungsreihe mit drei Fotos. Neben der normalen Belichtung gibt es eine kürzere Belichtung, die auf die hellen Stellen angepasst ist und eine längere Belichtung, die dunkle Bereiche aufhellt.

HDR-Fotos mit dem iPhone 4

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Ein gewöhnliches Foto in heller Umgebung. Hier ist der Himmel überstrahlt weiß…

Diese drei Aufnahmen werden zusammengerechnet, sodass von allen Einzelbildern die wichtigen Bildinformationen zusammenfließen. Bei aktivierter HDR-Funktion am iPhone 4 geschieht dies direkt nach der Aufnahme und dauert wenige Sekunden. Es gibt auch spezialisierte Software, die solche Belichtungsreihen berechnen kann, beim iPhone passiert alles automatisch.

Die Resultate

Apple hat die HDR-Funktion gut umgesetzt. Viele Bilder, die bisher problematisch waren, sehen jetzt deutlich ausgewogener aus. Die HDR-Funktion bringt jedoch auch Probleme. Diese äußern sich in so genannten "Geisterbildern". Wenn die Belichtungszeit der langen Belichtung zu lange ist, also bei relativ dunklen Umgebungen, dann kann es sichtbare Verwacklungen oder Verschiebungen geben, wenn der Fotograf wackelt oder sich im Bild etwas bewegt hat. Diese Geisterbilder sind dann im Resultat teils sehr deutlich zu sehen.

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