iPhone ohne Vertrag |
Wer ein iPhone besitzt, will nicht unbedingt an den Vertrag von T-Mobile gebunden sein, mit dem die Apple-Smartphones in Deutschland ausgeliefert werden. Welcher Tarif besonders günstig ist, hängt davon ab, wie man sein iPhone benutzt. Macwelt.de bietet Orientierung im Tarif-Dschungel.
Von Dorothee Chlumsky (11.11.2009)
Wer ein iPhone haben will, kann es legal im europäischen und nicht-europäischen Ausland ohne SIM- und Net-Lock erwerben. Die vertragliche Verpflichtung, die den Käufer eines iPhone in Deutschland an den Erwerb eines zweijährigen T-Mobile-Vertrags bindet, fällt damit weg. Die Suche nach einem alternativen Vertrag gestaltet sich allerdings kompliziert. Wer sich nach einem Tarif für das iPhone umsieht, muss Aspekte wie die UMTS/HSDPA-Verfügbarkeit, Umfang der Datenübertragung und Kosten dafür sowie die Bedingungen für die Telefonie an sich berücksichtigen. Zudem lauern Fallstricke, etwa wenn sich die Grundgebühr des Vertrages nach wenigen Monaten erhöht.
Moderne Datenübertragung findet seit dem iPhone 3G per UMTS und der Mobilfunkstandard-Erweiterung HSDPA statt. Mit HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) lassen sich auf dem iPhone 3GS Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 7,2 Mbit/s übertragen. UMTS allein überträgt mit maximal 384 Kbit/s. Das iPhone 3G konnte bereits mit HSDPA umgehen, allerdings nur mit einer Übertragungsrate von 3,6 Mbit/s. Wer vor der Wahl steht, sich einen Tarif für das iPhone zu besorgen, sollte besonders auf die Konditionen bei der Datenübertragung achten.
Eine Daten-Flatrate lohnt sich, wenn das iPhone häufig bei der Navigation hilft. Positionsbestimmungen, das Laden von Karten und das Berechnen von Routen sorgen für permanenten Datenverkehr, der sich schnell summiert. Auch wer dauerhaft mit dem iPhone surft, kann mit einer Daten-Flatrate besser bedient sein.
Wer das iPhone hingegen vorrangig an Orten nutzt, an denen er per WLAN auf das Internet zugreifen kann (etwa zu Hause und im Büro), braucht nicht unbedingt eine Flatrate, sondern kommt mit einem Volumentarif aus.
Volumentarife bieten häufig günstige Preise bis zu einer bestimmten Datenmenge (in der Regel 800 oder 1000 MB oder 5 GB) und drosseln die Übertragungsgeschwindigkeit, wenn das Volumen erreicht ist. Wer dauerhaft auf eine schnelle Datenübertragung angewiesen ist, kann solche Restriktionen nicht brauchen und sollte von Beginn an einen Tarif wählen, der entsprechend hohe Datenvolumina einschließt. Andererseits kann eine solche Beschränkung auch eine wirksame Kostenbremse darstellen.
Mehr zum Thema: UMTS, Tarife, iPhone
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