iPhone ohne Vertrag |
Von Dorothee Chlumsky (29.11.2011)
Bei jedem neuen Vertrag gilt es, genau zu prüfen, ob der monatliche Preis über die gesamte Laufzeit konstant bleibt. Manche Anbieter werben mit günstigen Preisen für ihre Volumentarife, die eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren haben, erhöhen dann aber nach einem Jahr den Preis. Es gibt Tarife, da gelten beispielsweise die "30 Euro monatlich" sogar nur für den ersten Monat. Danach kostet der Tarif 50 Euro pro Monat.
Wer sich beim Discounter ein Datenpaket oder eine günstige Daten-SIM zulegen will, kann diese nur zum Herunterladen von Daten verwenden. Alle Provider untersagen es im Kleingedruckten ihrer Verträge, die Daten-SIM für Voice-over-IP oder Instant Messaging zu nutzen. Die schöne Option, ein Datenpaket zu kaufen und damit etwa per Skype auch zu telefonieren, ist von Seiten der Hersteller also nicht vorgesehen.
Das iPhone verfügt technisch über die Möglichkeit des Tetherings. Damit lässt sich das Smartphone wie ein Internetmodem benutzen und per USB oder Bluetooth an einen Rechner anschließen. So kann man unterwegs mit dem Laptop im Web surfen. T-Mobile und die meisten anderen Anbieter haben diesen Dienst bei ihren iPhone-Verträgen gesperrt. In unserer Übersicht ist o2 mit dem Tarif Blue Unlimited Online der einzige Anbieter, der Tethering explizit zulässt. Beim Telekom-Tarif Complete Mobile S ist Tethering auch erlaubt, der Anbieter weist aber auf diese Option nur in einer Fußnote hin.
iPhone-Besitzer, die vor der Entscheidung stehen, einen neuen Vertrag anzuschließen, sollten sich zu guter Letzt noch die üblichen Fragen bei Mobifunk-Verträgen stellen: In welches Netz wird am häufigsten telefoniert, wie lang muss der Vertrag mindestens laufen, kann ich die Rufnummer mitnehmen (in der Regel muss man beim alten Provider dafür zahlen, dass man die Telefonnummer mitnehmen kann - viele Unternehmen locken potenzielle Neukunden mit entsprechenden Prämien, wenn sie zu ihnen wechseln und die Nummer mitbringen), wie hoch sind einmalige Anschluss- und Wechselgebühren, die möglicherweise anfallen?
Ums Kleingedruckte kommt niemand herum. Es lohnt sich, die Zeit zu investieren, die Tarife genau zu vergleichen. Häufig sehen die Verträge auf den ersten Blick unkompliziert und günstig aus, aber vielfältige Bedingungen im Kleingedruckten lassen die Preise steigen. Wer einen neuen Vertrag abschließt, sollte zudem einen Blick auf die alte Mobiltelefon-Rechnung werfen und die eigenen Handy-Gewohnheiten genau kennen. Der Vorteil am unübersichtlichen Tarifdschungel ist, dass sich die Verträge flexibel zuschneiden lassen - wer gründlich vergleicht, kann so den Tarif wählen, der am Besten zu ihm passt.
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