Foto-Software |
Von Thomas Bergbold (09.12.2009)
Die Pug-ins von Nik Software lassen sich allesamt über das Menü "Bearbeiten in" aufrufen, während die von Onone via Zusatzmoduloptionen erreichbar sind. Im Ergebnis macht das keinen Unterschied. Bei beiden Arten landet auf Wunsch - und das sollte der Idealfall sein - eine bearbeitete Kopie in der Bibliothek. Beim Aufruf der Nik Plug-ins kommt der bekannte Standarddialog, der auch bei der Übergabe zu Photoshop zu sehen ist. Hier gibt man an, ob das Original oder eine Kopie bearbeitet werden soll und wählt das entsprechende Dateiformat. Aus Sicherheitsgründen sollte man immer eine Kopie bearbeiten. Onone arbeitet mit einem eigenen Dialogfenster, aber ähnlichen Funktionen. Auch hier gibt man an, ob das Original oder eine Kopie beziehungsweise welches Dateiformat geöffnet werden soll. Zusätzlich, und das vereinfacht die Arbeit, kann man bereits angelegte Voreinstellungen (der einzelnen Plug-ins) direkt ohne den Umweg über das Programmfenster auswählen. Eine Vorschau ist hier nicht möglich. Nächster und größter Nachteil: Die Bilder werden an Photoshop oder Photoshop Elements übergeben. Das heißt, diese Programme sind Voraussetzung für den Gebrauch, eine nicht unwesentliche Tatsache, die aus der Beschreibung nicht eindeutig hervorgeht.
Der Aufbau der Nik Plug-ins ist immer gleich: Auf der linken Seite befindet sich die Liste mit Filtern oder Voreinstellungen - eine Ausnahme bilden hier Dfine und Viveza. Auf der rechten Seite ist die Leiste mit den Bearbeitungsfunktionen wie den U-Points und der Lupe. In der Mitte nimmt eine große Vorschau den größten Platz ein. Das Fenster ist frei beweglich und skalierbar. Das macht auf einem 30-Zoll-Cinema-Display richtig Spaß. Die Bearbeitungsgeschwindigkeit ist auf einem Macbook Pro mit 2,4 Gigahertz, bis auf Dfine, gut. Dfine verlangt beim Analysieren des Rauschens und dem Zoomen nach Leistung.
Pluspunkte gibt es für die Plug-ins von Onone für skalierbare Fenster und Zoom-Werkzeuge. Die optimale Anpassung an den Bildschirm ist auch hier ein Kinderspiel - die Verteilung auf zwei Monitore ebenso. In der Bedienung gibt es kleine Unterschiede, Photo Tools 2 und Photo Frame 4 gibt es nur in Englisch.
Allen Plug-ins von Onone gemeinsam ist die Unterstützung von Ebenen in Photoshop, was sehr praktisch für die spätere Nachbearbeitung und Optimierung ist. Nik verzichtet komplett auf die Unterstützung in Lightroom, dieses Feature bleibt den Photoshop-Versionen vorbehalten.
Vorbildlich bei beiden Herstellern ist die Dokumentation mit einem direkten Link zum Handbuch, bei Onone sogar zu Online-Tutorials in Form von Videos. Diese englischen Tutorial-Videos - auch von Nik auf der Homepage - bieten einen idealen Einstieg und zeigen alle Funktionen. Das Lesen eines Handbuches ist hiermit überflüssig, was speziell bei den sehr gut gemachten deutschen Handbüchern von Nik aber schade wäre.
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