Mac-OS X 10.6 Snow Leopard |
Wer die Apple-Lösung Boot Camp oder eine Virtualisierung für Windows am Mac nutzt, muss beim Umstieg auf Snow Leopard einiges beachten.
Von Volker Riebartsch (09.10.2009)
Da wären zunächst Virtualisierungslösungen wie Parallels Desktop und VMware Fusion, die einen Windows-PC emulieren, das heißt, ihn per Software nachbilden. Apples Boot Camp macht den Mac dagegen komplett zum Windows-PC, ohne Mac-OS X im Hintergrund.
- Boot Camp 3
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Mit Boot Camp erlaubt Apple die Installation von Windows XP (ab Servicepack 2) und Vista auf einer separaten Partition. Wenn Sie Windows als Startsystem auswählen, übernimmt es die Kontrolle über den Mac, der sich dann wie ein normaler PC verhält. Die von Apple mitgelieferten Treiber erlauben die Nutzung vieler Mac-eigener Komponenten.
Parallels Desktop und VMware Fusion erzeugen einen virtuellen PC (die Virtual Machine, kurz VM), auf dem Windows als Betriebssystem gestartet wird. Es lassen sich sogar mehrere virtuelle PCs gleichzeitig starten. Außerdem sind beide Produkte in der Lage, ihre VMs jederzeit anzuhalten und fortzufahren oder sie zu sichern und zu klonen. So können Sie zu einem früheren Stand zurückkehren, falls mal etwas schiefgegangen ist.
Bei der Verbindung von Mac-OS X und Windows haben beide Produkte ein hohes Niveau erreicht. Windows kann nicht nur im Fenster oder Fullscreen, sondern auch unsichtbar im Hintergrund arbeiten. In diesem Fall blendet die VM den Windows-Desktop aus und zeigt die Programmfenster direkt im Finder an, sodass Mac- und Windows-Applikationen einträchtig nebeneinander arbeiten.
Während beim Umstieg von Mac-OS X 10.5 auf Snow Leopard die Sicherung und Neuinstallation der beiden Virtualisierungslösungen recht einfach ist, müssen Nutzer von Boot Camp ein paar Schritte mehr gehen. Die VM-Lösungen legen das komplette Windows-System in einer Datei ab, die sich vor dem Systemupdate per Finder-Kopie sichern lässt. Nach der Neuinstallation von Mac-OS X 10.6 muss man die aktuelle Version von VMware Fusion beziehungsweise Parallels Desktop installieren und die jeweils zugehörigen Dateien öffnen. Ein eventuelles Update der Windows-Treiber der VM-Lösungen erfolgt bei beiden Programmen dann automatisch.
Für Boot-Camp-Nutzer bieten sich zwei Wege. Wer ein Update von Leopard vornimmt, findet nach dessen Durchführung die Boot-Camp-Partition unangetastet vor. Hier ist nur die Snow-Leopard-Installations-CD einzulegen, die Treiber der neuen Boot-Camp-Version 3.0 werden automatisch geladen. Wer Snow Leopard neu installiert, startet Boot Camp und legt die Partition neu an. Dann wird Windows entweder neu aufgesetzt oder aus dem Winclone-Backup wieder eingespielt.
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