Ratgeber: Bildbearbeitung – Schärfen |
Die richtige Bildschärfung ist fast schon eine Wissenschaft für sich. Wir zeigen, wie man in Photoshop Elements 8 und RAW-Konvertern Bilddateien optimal scharfstellt
Von Mike Schelhorn (20.11.2009)
Die Qualität eines Bildes wird oft nach seiner Schärfe beurteilt. Das Problem mit der Schärfe ist jedoch, dass es keine objektiven Maßstäbe für eine gute oder eine schlechte Schärfe gibt. Eines ist aber sicher: Digitale Bilder müssen geschärft werden. Jeder Digitalisierungsprozess hat zunächst einen Schärfeverlust zur Folge. Beim Umsetzen in die digitale Pixel-Bitmap werden optische Informationen vereinheitlicht – ein Pixel nimmt einen einzelnen Farb- und Helligkeitswert an, und dieser bildet sich aus dem Durchschnitt der auf den Sensor getroffenen Lichtstrahlen.
Dabei werden vor allem Kontraste abgesenkt. Der harte Übergang an einer Kante im Motiv wird als Digitalkamerabild oder gescannte Information von einem Dia oder Papierbild zunächst weicher. Neben den Kontrasten ist als zweite Größe die optische Auflösung mitverantwortlich für den Schärfeeindruck. Da man in der digitalen Bildbearbeitung an ihr praktisch nichts mehr ändern kann, arbeiten Schärfefilter in Photoshop und anderen Bildbearbeitungsprogrammen mit dem Anheben von Kontrastverhältnissen.
In Photoshops Filterarsenal zur Schärfung befindet sich ein einfacher und simpel mit "Scharfzeichnen" benannter Filter. Er betrachtet alle Pixel in einem Bild und seine Nachbarpixel. Findet er einen Helligkeitsunterschied, wird dieser angehoben: Ein dunklerer Pixel wird abgedunkelt, der benachbarte hellere Pixel weiter aufgehellt. Damit steigt der Kontrast zwischen benachbarten Pixel, was als höhere Schärfe wahrgenommen wird. Der Nachteil dieses Schärfungsfilters ist, dass er auf alle Pixel eines Bilds wirkt und auch glatte Bildbereiche "schärft". Außerdem lässt sich seine oft zu starke Wirkung und Stärke nicht weiter steuern.
Besonders für Photoshop-Anwender, die Porträts bearbeiten, kann sich die Methode der Schärfung über den Hochpassfilter empfehlen, denn gleichzeitig kann man dabei Hauttöne besser schützen als beim Filter Unscharf maskieren. Die Anwendung ist allerdings etwas arbeitsintensiver, insbesondere, wenn gleichzeitig, wie im Folgenden vorgestellt, die Haut softer, aber trotzdem mit Struktur erscheinen soll:
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Schritt 1: Zunächst wird das Ausgangsbild vorbereitet.
Zwei Arbeitskopien der Hintergrundebene werden angelegt und benannt. Die obere Arbeitsebene wird ausgeblendet und man kann sich nun der Weichzeichnung der Haut auf der mittleren Ebenenkopie widmen.
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