Ratgeber: Betrügerische E-Mail aufspüren |
Betrüger locken auf gefälschte Internet-Seiten, um so an vertrauliche Daten zu gelangen. Das nennt sich Phishing. Wir zeigen die gängigsten Tricks und wie man sich davor schützt
Von Arne Arnold, Walter Mehl (19.01.2010)
Mehr als 90 Prozent der weltweit verschickten E-Mails sind reiner Müll. Einen großen Teil davon filtern bereits die Internet-Firmen (und zum Teil auch Software wie Mail oder Entourage), doch ein mehr oder minder großer Rest landet trotzdem im Posteingang. Während sich einige dieser Nachrichten schon auf den ersten Blick als unseriös entpuppen, kommt bei vielen anderen ein leiser Zweifel auf, ob sie ungefährlich sind.
Auf den folgenden Seiten erklären wir den normalerweise unsichtbaren Vorspann (Englisch: "header") einer E-Mail und zeigen, wie man falsche Internet-Links erkennt. Wer eine E-Mail weiterleiten will (an Personen mit Windows-Computer), sollte einen verdächtigen Anhang auf den Mac laden und dann auf einer bestimmten Internet-Seite prüfen lassen. Enthält der Anhang einen (für Windows gefährlichen) Trojaner, schützt man so die Empfänger - auch ohne Antivirensoftware für Mac-OS X.
Die Versprechen oder Angebote ähneln sich - E-Mails mit fragwürdigen Links enthalten fast immer eine der drei folgenden Geschichten, die einen zum Klick auf den Link verführen sollen.
Ein Newsletter ist nur echt, wenn man ihn selbst bestellt hat. Bevor ein seriöser Newsletter-Betreiber eine E-Mail-Adresse in den Versand einbezieht, verschickt er immer eine Bestätigung mit einem Link, den man anklicken muss, wenn man den Newsletter haben will. Reagiert man bei einem seriösen Anbieter nicht, wird die E-Mail-Adresse aus der Datenbank gelöscht.
Mit möglichst wenig Aufwand an viel Geld zu kommen - davon träumen viele. E-Mails, die schwindelerregende Börsengewinne, einen großen Lotteriegewinn oder andere hohe Geldbeträge versprechen, sind ohne Ausnahme unglaubwürdig.
Per E-Mail werden häufig Finanzagenten oder Regionalvertreter gesucht. Als Honorar locken oft bis zu mehrere Tausend Euro pro Monat. Die wahre Aufgabe bei derartigen Jobs besteht allerdings darin, dass man über ein privates Bankkonto illegales Geld waschen soll.
TIPP Im November 2009 zum Beispiel kursieren wieder einmal viele virenverseuchte E-Mails, die angeblich von DHL stammen. Sie sind fast perfekt nachgemacht und haben einen Virus im ZIP-Archiv dabei.
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Der Schutz des E-Mail-Accounts vor Spam und Viren sollte immer zweistufig erfolgen. Alle guten E-Mail-Provider bieten ihren Kunden bereits vorgeschaltete Mail-Filter. Je nach Anbieter sind diese komplett konfiguriert oder lassen sich vom Anwender selbst einstellen. Im Bild links können Filterlisten selbst erstellt werden, im Bild rechts bietet der Provider einen Schutz vor Spam und Viren mit einem Klick. Entsprechende Mails gelangen so erst gar nicht auf den Mac des Nutzers, sie scheitern bereits an der ersten Schutzmauer. Ein zweiter Schutzwall ist aber unumgänglich, einige Spam-Mails oder solche mit Viren können die Filter des Providers überwinden.
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