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Von Ruwen Schwerin (08.02.2010)
Zu schön, um wahr zu sein? Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass das Business-Modell von Grooveshark verdächtig klingt - zu viel Blut im Wasser für die Haie, die in den Rechtsabteilungen der Plattenfirmen lauern. Aber Grooveshark bietet auch für die Labels einige verlockende Köder: Wenn Sie einen Stream hören, können Sie ihn bequem online bei iTunes oder Amazon in höherer Klangqualität erwerben. Und in der Theorie hält der Aspekt des Social-Networking von Grooveshark das Gespräch über die Musik am Laufen und fördert damit unter Umständen gerade die Umsatzrendite der Plattenlabels.
Konkurrenz für Grooveshark wird die viel-gehypte Musik-Website Spotify bringen, die momentan nur für Europa zur Verfügung steht. Von Deutschland aus kann man die Seite aber momentan nicht aufrufen. Mit etwa dem gleichen Service wie Grooveshark (aber mit mehr Musik und mehr Mitgliedern, die eine Software installieren müssen - Grooveshark ist browserbasiert) will Spotify bald auch in den Vereinigten Staaten richtig durchstarten - aber ohne dafür von den US-Labels verklagt zu werden. Die Musikindustrie ist in den USA besonders empfindlich, weil dort viel Geld verdient wird. Wenn Spotify in den Vereinigten Staaten einschlägt, könnte das sich natürlich negativ für Grooveshark auswirken. Aber was die Anwälte der Plattenlabels hier noch in der Hinterhand haben, muss vorher abgewartet werden. Die rechtlichen Fragen könnten auch die Zukunft von Grooveshark bestimmen.
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