Ratgeber: Daten sichern |
Wer kein Backup seiner Daten macht, fordert das Schicksal heraus. Denn weder der Mac noch sein Benutzer sind gegen Fehler gefeit und Daten können dann unwiederbringlich verloren sein. Mit Time Machine gelingt das Backup ohne Probleme, wie unser Ratgeber zeigt
Von Thomas Armbrüster (27.01.2012)
Elektronische Speichermedien wie Festplatten, SSD-Laufwerke oder USB-Sticks sind nicht absolut fehlerfrei und geben hin und wieder ihren Geist auf. Und auch der Benutzer macht Fehler und löscht aus Versehen wichtige Dokumente, an denen er den ganzen Tag gearbeitet hat. Im Falle irgendeines Datenverlustes ist es nervenschonend, wenn man auf ein aktuelles Backup zugreifen kann. Die in das System integrierte Time Machine macht es dem Anwender besonders leicht, ohne große Vorarbeit schnell regelmäßige Sicherungskopien anzulegen. Die Sicherung erfolgt automatisch im Hintergrund, ohne dass man davon viel mitbekommt.
In Time Machine ist auch eine Wiederherstellungsfunktion integriert, die einer Zeitreise nachempfunden ist und von der sich der Programmname ableitet. Bei allen Macbooks sichert Time Machine zudem geänderte und gelöschte Dokumente auf dem internen Datenträger, wenn unterwegs das Backup-Laufwerk nicht verfügbar ist. Will man bei gravierenden Problemen mit dem internen Datenträger eines Mac schnell weiterarbeiten, hilft eine exakte und einigermaßen aktuelle Kopie der internen Festplatte auf einem externen Laufwerk. Von diesem lässt sich der Mac beim Ausfall des internen Laufwerks sofort neu starten, und man kann ohne große Verzögerung mit der Arbeit fortfahren.
Time Machine arbeitet automatisch im Hintergrund und sichert die Daten jede Stunde
Time Machine sichert jede Stunde alle geänderten Dateien entweder auf ein an den Mac angeschlossenes externes Laufwerk oder auf ein zu Time Machine kompatibles Netzlaufwerk wie die Time Capsule. Nach Ablauf von 24 Stunden fasst das Programm die stündlichen Backups jeweils zu einem Tages-Backup zusammen. Nach einem Monat kombiniert das Programm die täglichen Backups zu wöchentlichen Sicherungen. Bei Platzmangel werden die ältesten wöchentlichen Backups von Time Machine gelöscht.Inkrementelles Backup
Time Machine sichert nach dem ersten Backup nur noch die Dateien, die sich geändert haben oder neu hinzugekommen sind. Alte Versionen im Backup werden nicht überschrieben. Das Programm sichert entweder den kompletten internen Datenträger, alternativ lassen sich bestimmte Ordner, wie beispielsweise das System, von der Sicherung ausnehmen. Für die Wiederherstellung verwendet Time Machine eine eigene Bedienoberfläche, die wie der Finder funktioniert und in der man zu jedem gesicherten Zeitpunkt zurückkehren und dann auf die Daten zugreifen kann.
Mit einem Mausklick zum ersten Backup
Time Machine macht es dem Benutzer leicht, den internen Datenträger eines Mac auf einem externen Laufwerk zu sichern. Man schließt einfach eine für den Mac eingerichtete Festplatte über USB oder Firewire an den Rechner an, woraufhin sich ein Dialogfenster öffnet. Dort klickt man auf "Als Backup-Volume verwenden", um die Sicherung zu starten. Man kann außerdem festlegen, dass das Backup verschlüsselt werden soll. Dieses Dialogfenster erscheint automatisch, wenn man eine neue Festplatte an einen Mac anschließt, auf dem Time Machine noch nicht eingerichtet ist. Nach dem Klick öffnet sich die Systemeinstellung "Time Machine". Wenn man keine weiteren Einstellungen vornehmen möchte, schließt man die Systemeinstellung wieder. Time Machine startet nun das Backup innerhalb von zwei Minuten.Es macht wenig Sinn, die Daten auf dem internen Datenträger mit Filevault zu verschlüsseln, das Backup aber unverschlüsselt zu speichern. Time Machine kann deshalb die Sicherungskopie auf einer externen Festplatte verschlüsseln. Der Zugriff auf die Daten ist dann nur mit dem Passwort möglich. Auf Netzlaufwerken ist eine Verschlüsselung nicht möglich.
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