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1&1 SmartPad im Praxistest

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SmartPad von 1&1 im Praxistest

Das 1&1-SmartPad ist ein Tablet-PC, der auf den ersten flüchtigen Blick an Apples iPad erinnert. Beim genauen Hinschauen merkt man jedoch schnell, dass das Gerät nicht in der gleichen Liga spielt. Das ist aufgrund des deutlich geringeren Preises aber auch nicht weiter verwunderlich. Unsere Kollegen der PC-WELT haben das 1&1-SmartPad einem ersten Praxistest unterzogen.

Von Daniel Behrens (13.07.2010)

Das 1&1-SmartPad läuft unter dem - ursprünglich für Handys entwickelten - Betriebssystem Android 1.6 von Google. Es wird von einem mit nur 500 MHz getakteten ARM11-Prozessor angetrieben. Der Speicher ist nur 256 MB groß. Als Massenspeicher steht 1 GB zur Verfügung. Er lässt sich per SD-Karte auf bis zu 64 GB erweitern.

Das 7-Zoll-Touch-Display besitzt eine Auflösung von nur 800x480 Pixel. Kleine Schriften wirken entsprechend leicht pixelig-unscharf. Das Display ist resistiv, was bedeutet, dass es nur auf Druck reagiert. Ein sanftes Drüberstreichen wie beim iPad reicht daher nicht zum Scrollen, man muss den Finger schon etwas fester auflegen. Das erwies sich im Test als relativ mühsam.

Zudem kam es immer wieder mal vor, dass wir auf Seiten mit Icons oder Links diese beim Scrollen unbeabsichtigt betätigten. Mit etwas Übung gelang es uns, die Häufigkeit der Fehleingaben zu reduzieren. Mangels Mulitouch ist ein Zoomen durch Fingergesten nicht möglich. Weiterer Nachteil: Wer von der Seite auf das Display blickt, sieht relativ wenig. Auch bei Helligkeit und Brillanz kann sich das SmartPad nicht mit dem iPad messen.

Ein Pluspunkt: WLAN wird in allen gängigen Standards unterstützt (802.11 b/g/n). Das Einbuchen in verschlüsselte WLANs funktioniert mit nur einem Tastendruck am Router, wenn dieser WPS (Wireless Protected Setup) unterstützt. Ansonsten muss man den Schlüssel über die Bildschirmtastatur eingeben. Das WLAN-Modul ist offenbar nicht besonders empfangsstark. Schon bei ein paar Metern Entfernung zum WLAN-Router sank im Test die angezeigte Feldstärke deutlich. Laut 1&1 tritt dieses Problem nur bei unserem Testgerät auf, bei dem es sich um ein Vorserienmodell handelt.

Über den USB-Anschluss lässt sich entweder ein Speicherstick anstecken oder ein UMTS-Surfstick. Der UMTS-Stick-Treiber befindet sich noch in der Entwicklung und soll Mitte Juli herauskommen. Über den integrierten Ausklappbügel lässt sich das SmartPad hinstellen.

Der integrierte Infrarot-Sender und die entsprechende App ermöglichen es, das SmartPad als Fernbedienung für das Maxdome MediaCenter und das 1&1 Audio-Center zu nutzen. In späteren Updates sollen auch andere Geräte unterstützt werden. Ein Bewegungssensor sorgt dafür, dass sich der Bildschirminhalt anpasst, wenn Sie das SmartPad drehen. Der Lichtsensor ist dafür zuständig, die Hintergrundbeleuchtung zu dimmen, wenn man sich im Dunklen befindet. Das spart Akkuleistung. Apropos Akku: Er besitzt mit 2800 mAh eine ordentliche Kapazität. Bei mittlerer Helligkeit hält er aber nur rund 4 Stunden beim Surfen per WLAN. Das ist Mittelmaß. Die Laufzeit beim Betrachten eines Videos liefern wir nach.

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