
Duell der High-End-Macs
Apples neue High-End-Rechner heißen Mac Pro. Der Mac-Hersteller setzt Server-Prozessoren ein – und davon gleich zwei in jeder Konfiguration. Vier Intel-Rechenkerne sollen dem alten Flaggschiff, dem Power Mac G5 Quad, Paroli bieten.
Von Christian Möller (16.10.2006)
Da musste Steve Jobs tief in die Trickkiste greifen. Damit er in diesem Jahr auch die High-End-Rechner auf Intel-CPUs umstellen konnte, musste schon etwas Besonderes her. Und das sind die neuen Macs Pro auch. Ganz ungewohnt für die alt eingesessene PC-Branche bringt Apple frischen Wind in die Szene. Server-CPUs in Desktop-Rechnern, das ist schon gewagt. Aber dieses Wagnis musste Apple eingehen, denn mit herkömmlichen Desktop-Prozessoren wäre der Power Mac G5 Quad nicht zu schlagen gewesen.
Auf den ersten Blick sehen die neuen Macs genauso aus wie die alten. Das bewährte Aluminium-Gehäuse wirkt nach wie vor modern und edel. Ein genauer Blick offenbart den zweiten Einbauschacht für optische Laufwerke. Hier hat Apple offenbar auf die vielen Kundenwünsche reagiert, denn für knapp 90 Euro mehr kann man sich seinen Mac Pro ab Werk mit zwei Superdrives liefern lassen. Der Einbau ist allerdings so einfach (siehe Macwelt-TV auf der Heft CD), dass man ein zweites Laufwerk auch prima selber einbauen kann.
Weiterhin fällt das umgestaltete Frontpanel auf. Die Anschlussleiste an der Vorderseite ist nun üppiger ausgefallen. Gab es bei den G5-Macs neben dem Kopfhöreranschluss nur den einen USB- und einen Firewire-Port, findet man nun zwei USB- und jeweils einen Firewire-400- und Firewire-800-Anschluss. Das ist besonders für Videoprofis und ambitionierte Videoamateure praktisch, die nun eine Videokamera und eine schnelle, externe Festplatte gleichzeitig anschließen können, ohne unter den Tisch krabbeln zu müssen.
Auch an der Rückseite hat sich optisch etwas verändert. Der Anschluss für den Netzstecker ist ganz nach oben gewandert, Apple hat das Netzteil nun an die Oberseite im Gehäuse verlegt. Die Schnittstellen sind etwas mehr zusammengerückt. An der Bestückung hat sich nichts geändert. Es gibt dreimal USB-2.0, je einmal Firewire-400 und Firewire-800, digitale und analoge Audioanschlüsse sowie zwei Gigabit-Ethernet-Ports.
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