Von Nikolaus Netzer (13.04.2007)
Ein innovatives Lupen-Werkzeug zeigt Bildbereiche vergrößert an, ohne das gesamte Motiv zu skalieren. Eine Schwebepalette erlaubt es, festgelegte Stichwörter per Drag-and-Drop zu Motive der Bildsammlung zuzuordnen. Zwei Symbole zeigen wahlweise oder kombiniert die Einstellungen für Anpassungen und Metadaten, die dann einen breiten Bereich auf der rechten Bildschirmhälfte einnehmen.
Eine Übersicht der in Aperture verfügbaren Bilder, die an die Sortierung von iPhoto erinnert, befindet sich am Rande der linken Bildschirmhälfte. Aperture organisiert Bildmaterial laut Voreinstellung zentral in der Bibliothek. Hier erscheinen alle aufgenommenen Motive entweder komplett sichtbar oder nach Kriterien differenziert. Gliederungen der Bibliothek sind beispielsweise Bewertungen, die der Anwender jedem Foto zuordnet, oder der Aufnahmezeitpunkt.
Für die individuelle Bearbeitung einer Reihe von Aufnahmen kann der Fotograf Projekte anlegen, die als Container für verschiedene Themen einer Serie fungieren. Ein Projekt zeigt immer alle Aufnahmen an. Innerhalb eines Projektes können zusätzliche Fotoalben mit verschiedenen Themenschwerpunkten angelegt werden. So kann ein Projekt über Gartenbegrünung ein Album „Blumen“ und ein Album „Bäume“ enthalten. Das macht die individuelle Bearbeitung übersichtlicher.
Zur Sichtung des Materials genügt ein Mausklick auf den gewünschten Bereich der Projektübersicht und die Fotos erscheinen in der Bildschirmmitte in den Ansichtsmodi „Viewer“ und „Browser“. Die Browser-Ansicht präsentiert eine Übersicht der Aufnahmen wahlweise als Vorschaubilder oder tabellarisch mit Angabe der Metadaten wie Aufnahmedatum, Blende oder Verschlusszeit. Ein aktuell ausgewähltes Motiv erscheint zur genaueren Sichtung im Viewer-Fenster. Für Steuerung, Bearbeitung und Bewertung der im Viewer sichtbaren Bilder dient die am unteren Bildschirmrand positionierte Kontrollleiste mit ihren Werkzeugen. Zwei Knöpfe dienen der Bildrotation ins Hoch- oder Querformat. Mit weiteren vier Knöpfen bewertet der Fotograf die Bilder während der Sichtung und navigiert mit den Tasten „Bild-vorwärts“ und „Bild-zurück“.
Zur Kontrolle der vorgenommenen Bearbeitungen, kann man zwischen Originalbild und Arbeitskopie hin- und herschalten, Bildpaare vergleichen oder mit Bildstapeln hantieren.
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