Empire auf indisch - oder umgekehrt

Test: Adventure Jack Keane

Unterhaltsames Abenteuerspiel mit knackigen Rätseln

Jack Keane vom Frankfurter Spieleentwickler Deck 13 ("Ankh") bietet schöne Grafik, gute Rätsel, flotte Einlagen und zeitweise eine zweite Spielfigur.

Von Thomas Hartmann (29.07.2008)

Der junge Abenteurer Jack Keane kämpft zur britischen Kolonialzeit im 19. Jahrhundert nach Verlust seines eigenen Schiffs auf Tooth Island gegen Fleisch fressende Pflanzen und den durchgeknallten Dr. T. Dieser will um jeden Preis das "’Pire" (er kann das verhasste "Empire" nur mit großer Überwindung aussprechen) mit einer Affenarmee vernichten. Wie üblich gilt es in diesem Adventure mit Kultpotenzial die Welt zu retten. Dabei helfen Jack ein grotesker Spion der britischen Krone sowie nach anfänglicher Gegnerschaft die so attraktive wie zupackende Amanda - diese Spielfigur darf man in einigen Passagen sogar selbst steuern, was für zusätzliche Abwechslung sorgt.

Adventure Jack Keane: Unterhaltsames Abenteuerspiel mit knackigen Rätseln

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Die Steuerung ist genretypisch klassisch: Eine Maus reicht, am besten ist allerdings eine mit zwei Tasten. Denn für bestimmte Aktionen benötigt man die rechte Maustaste, das lässt sich aber auch per "alt"-Taste plus Mausklick simulieren. Ferner braucht man die Tastatur, um sich per "x"-Taste alle Hotspots in einem Bild anzeigen zu lassen. Speichern und Laden ist außer in den aufwändig gemachten Zwischensequenzen jederzeit möglich, wobei besonders das anfängliche Laden auf unserem Macbook Pro (2,16 GHz, 2 GB RAM, 128 MB VRAM) recht lange dauert. Gegenstände sammelt und kombiniert man in einem ausblendbaren Inventar miteinander. Zum Teil lassen sich damit im Verlauf des Spiels Boni freischalten.

Gelungene und lustige Dialoge, gute (und größtenteils eher leichte) Rätsel sowie eine schicke Grafik machen das Spiel zu einem der besten Mac-Adventure der letzten Jahre - manche ziehen bereits Vergleiche zum Kultklassiker Monkey Island. Kleinere Grafikbugs besonders im Einstellungsmenü und einige allzu abstruse Rätsel schmälern den Gesamteindruck ein wenig.

Um loslegen zu können, sind auf einem PPC- oder Intel-Mac mindestens 1,4 GHz Prozessortakt, eine 3D-Grafikkarte mit wenigstens 64 MB VRAM, 512 MB Arbeitsspeicher, Mac-OS X 10.3.9 sowie zur Installation ein DVD-Laufwerk erforderlich. Das von der USK ab 6 Jahre (PEGI erstaunlicherweise erst ab 12 Jahre!) freigegebene Game kostet 40 Euro.

Fazit

Dieses Adventure aus deutschen Landen schließt mit seinen so skurrilen wie liebenswerten Figuren und den abwechslungsreichen Rätseln an die ganz großen Vorbilder an. Keine Frage: Für Pixel-Abenteurer und Rätselknacker ein Muss auf dem Mac.

Info: Application Systems Heidelberg

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