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Adobes neues Zeichenwerkzeug
Kaum haben sich Grafiker mit den Neuerungen von Illustrator CS3 vertraut gemacht, steht die nächste Überarbeitung des Zeichenwerkzeugs vor der Tür. Wie bei allen CS4-Produkten fällt die neue Oberfläche von Illustrator ins Auge.
Von Nikolaus Netzer (24.09.2008)
Wer sich vor geraumer Zeit eine Version des Foto-Verwaltungsprogramms Adobe Lightroom angesehen hatte, konnte unschwer die zukünftige Konzeption der Benutzeroberflächen von Adobe-Programmen herauslesen. Eine geschlossene Programmoberfläche mit fest positionierten Paletten und Werkzeugen, die sich gegebenenfalls wie Schubladen am Bildschirmrand ein und ausblenden lassen. Und so präsentiert die CS4 Version von Adobe alle Paletten und Werkzeugleisten in einem geschlossenen Programmfenster. Mehrere geöffnete Dokumente werden mit Karteikartenreitern gestaffelt. Schaltet man auf die Vollbildansicht, verschwinden die Paletten und fahren bei Berührung der Bildschirmseite mit dem Mauszeiger heraus. Wir unterziehen die US-Betaversion von Illustrator CS 4 einem ersten kritischen Test, allerdings ohne Noten zu vergeben.
Eine der spannendsten Neuerungen von Illustrator ist die Möglichkeit, mehrere Zeichenflächen in unterschiedlichem Format - als "Art-Boards" bezeichnet - im Dokumentfenster zu positionieren. Legt man ein neues Illustrator-CS4-Dokument an, kann im Dialog die Anzahl und Anordnung der Art-Boards in Reihen und Spalten definiert werden. Dokumenten können mit dem neuen, in der Werkzeugpalette befindlichen Art-Board-Werkzeug weitere Art-Boards hinzugefügt werden. Das Positionieren neuer Art-Boards gelingt mit Klicken und Ziehen bei gedrückter Maustaste in einen freien Bereich des Dokumentfensters. Liegt ein gezeichnetes Objekt auf der Dokumenten-Fläche, genügt ein Mausklick mit dem Werkzeug auf den Kontur-Pfad und Illustrator erstellt automatisch ein passendes Art-Board. Nachträglich lassen sich Art-Boards mit Anfasserpunkten skalieren oder verschieben.
Illustrator CS4 räumt mit rein objektbasierter Transparenz auf. Fortan können unterschiedliche Farben in Verläufen mit unterschiedlicher Transparenz zugewiesen werden. Das funktioniert über einen zusätzlichen Schieberegler in der Verlaufs-Palette, der den Grad der Transparenz definiert. Neu sind Verlaufskontroll-Werkzeuge sowie eine schwebende Verlaufspalette am aktivierten Verlauf. Verlaufswinkel, die Abstufungen, Transparenz und ein Farbmischer ermöglichen Manipulationen direkt am Objekt. Adobe verspricht ein gleichmäßiges Verhalten der Verläufe in vielen Creative-Suite Applikationen.
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