Layout |
Von Thomas Armbrüster (06.11.2008)
Um das Farbmanagement und den PDF-Export zu testen, laden wir CMYK- und RGB-Bilder und Grafiken mit unterschiedlichen Dateiformaten in ein Layout, die jeweils Farbflächen mit eindeutigen Farbwerten enthalten.
Das Layout exportieren wir als PDF, wobei wir ein Mal Prozess- und Sonderfarben erlauben, ein Mal alles in Prozessfarben umwandeln lassen und ein Mal die Option "Unverändert" verwenden, bei der keine Farbumwandlung stattfinden sollte. Die Farben in den PDF-Dateien messen wir dann mit Pitstop 8. Dabei zeigen sich in den per Farbmanagement umgewandelten RGB-Farben nur leichte Unterschiede von wenigen Zehntel Prozent zwischen TIFF, JPEG und PSD einerseits und EPS und PDF andererseits. Die in CMYK umgewandelten RGB-Farben in einem Vektor-EPS haben aber von den Pixelbildern deutlich abweichende Werte. In Indesign CS3 ergeben sich bei dieser Datei nur leichte Abweichungen im Zehntel-Prozent-Bereich. Bei den platzierten CMYK-Bilder zeigen sich im PDF vom Original nur geringe Abweichungen von etwa 0,2 %, was aber auch bei Indesign CS3 nicht anders ist.
PDF-Export problemlos
Xpress produziert bei Photoshop-Bildern aber etwas höhere Abweichungen (bis 0,6 %) als bei den anderen Bildformaten. Einen schon seit Xpress 7 vorhandenen Fehler finden wir bei der Ausgabe mit der Option "Unverändert": Xpress separiert im Photoshop-Format platzierte RGB-Bilder in CMYK. Im Gegenzug bleibt ein Duplex mit einer Pantone-Farbe unsepariert, wenn wir alle Farben in Prozessfarben umwandeln lassen. Zusätzlich exportieren wir noch einige Buch- und Kataloglayouts als PDF, und zwar ein Mal auf direktem Weg über Xpress und ein Mal über eine Postscript-Datei und Acrobat Distiller 9. Probleme treten dabei im Test keine auf.
Das Grundlinienraster ist Vergangenheit, jetzt gibt es das Designraster, das nicht nur die Grundlinie, sondern auch Linien für die Mittel- Ober- und Unterlängen im Layout einblenden kann. Die Einstellungen erfolgen jeweils für eine Musterseite oder individuell für einen Textrahmen. Auch die Seitenränder sind jetzt eine Musterseitenoption und im selben Dialogfenster einzustellen. Schwieriger ist jedoch die Einstellarbeit geworden. Hat man bisher die Position der ersten Grundlinie und die Schrittweite des Grundlinienrasters bestimmt, geht Xpress 8 zuerst von der Schriftgröße und dem Zeilenabstand aus, den man entweder als Prozentsatz der Schriftgröße und/oder mit Hilfe des Durchschusses definiert (die Prozentoption funktioniert aber wegen eines Fehlers momentan nur im Fenster "Einstellen", nicht jedoch im Fenster "Master-Hilfslinien und Raster").
Danach ist die Position der Grundlinie festzulegen. Was die Option "Platzieren an" bewirkt ist dabei nicht so recht nachvollziehbar (eventuell liegt hier noch ein Programmfehler vor), weshalb es am einfachsten ist, die Werte für die Grundlinie aus einer Schrift auszulesen oder mit "Einstellungen laden" die Absatzstilvorlage des Fließtextes auszuwählen. Deren Werte übernimmt Xpress dann für den Zeilenabstand und die Grundlinienposition. Beide Optionen sorgen dafür, dass die erste Grundlinie im Satzspiegel so platziert wird, das der Text mit seiner Oberlänge oben mit dem Satzspiegel abschließt. Hat man für einen Textrahmen ein eigenes Grundlinienraster definiert, richtet sich der Text an diesem aus, sofern für ihn die Ausrichtung am Grundlinienraster der Musterseite ausgeschaltet ist. Raster-einstellungen kann man auch als Vorlage speichern, exportieren und dann in anderen Layouts verwenden.
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