Licht aus Silizium

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Licht aus Silizium

Test: LCD-Monitore mit LED-Hintergrundbeleuchtung

Am Mittwoch: LCD-Displays mit LED-Hintergrundbeleuchtung sollen besonders energiesparend sein und dennoch eine bessere Bildqualität liefern. Mit dem LED Cinema Display stößt nun auch Apple in diesen Bereich vor. Wir lassen das Display gegen fünf Konkurrenten antreten.

Von Christian Möller (14.01.2009)

LEDs sind gut, Kaltlichtröhren sind böse! Ganz so einfach ist es leider nicht. Auch in diesem Bereich kommt es immer auf die Anwendung an. NEC hat mit dem Spectraview Reference schon vor Jahren den ersten Monitor mit LED-Hintergrundbeleuchtung auf den Markt gebracht, und dieses Gerät hat tatsächlich Maßstäbe gesetzt - jedoch weniger beim Energieverbrauch als vielmehr bei der Bildqualität und besonders im Farbumfang. Daraus zu schließen, dass alle Displays mit LED-Hintergrundbeleuchtung besser seien als solche mit der herkömmlichen Kaltlichttechnologie, wäre verkehrt. Hier spielen andere Faktoren eine Rolle.

LEDs als Farbwunder

Bei den LED-Hintergrundbeleuchtungen muss man grundsätzlich zwei Verfahren unterscheiden. Das weiße Licht für die Hintergrundbeleuchtung kann entweder durch reinweiße LEDs erzeugt werden oder man verwendet drei verschiedene LEDs in den Farben Rot, Grün und Blau und mischt daraus den Weißpunkt zusammen. Letzteres Verfahren ist technisch wesentlich aufwendiger, liefert aber deutlich bessere Ergebnisse, besonders beim Farbumfang.

Die derzeit auf dem Markt befindlichen LED-Displays arbeiten fast alle mit den preisgünstigen weißen LEDs. Der Weißpunkt ist hier genauso festgelegt, wie bei herkömmlichen Monitoren. Will man den Weißpunkt ändern, geht das nur über die Look-Up-Table der Grafikkarte, was einen Dynamikverlust also einen geringeren Farbumfang zur Folge hat.

In unserem Test verfügt lediglich Samsungs XL24 über dreifarbige LEDs. Er ist auch der einzige, der sich per Hardware kalibrieren lässt. Der Weißpunkt des Monitors wird durch das Mischverhältnis der drei LED-Farben eingestellt. Das Ergebniss kann sich sehen lassen: In puncto Farbumfang erreicht der Samsung-Monitor erstmals die Klasse des schon erwähnten NEC Spectraview Reference.

Erstaunlicherweise liegen die beiden preisgünstigen 22-Zoll-Modelle von Acer und Viewsonic in dieser Disziplin direkt hinter dem Samsung. Durch die hier verbauten TN-Panels können sie ihren großen Farbumfang in der Praxis aber nicht ausspielen, da man deutliche Farbverschiebungen mit dem Blickwinkel erkennt. Auch die Modelle von Eizo und Lenovo sind von diesem Problem betroffen. Besser macht es Apples LED Cinema Display. Hier kommt ein Panel mit aufwendigerer Technologie zum Einsatz und Blickwinkel-Farbverschiebungen halten sich in Grenzen. Der gemessene Farbraum allerdings liegt auch beim Apple-Display weit hinter dem des Samsung zurück. Im Vergleich zum direkten Vorgänger, dem 23-Zoll Cinema Display, stellen wir keinen nennenswerten Unterschied fest.

Homogenität

Ein pfiffiges Detail spendiert Eizo seinem Monitor. Die Helligkeit der LED-Hintergrundbeleuchtung lässt sich automatisch über einen Sensor regeln.
Ein pfiffiges Detail spendiert Eizo seinem Monitor. Die Helligkeit der LED-Hintergrundbeleuchtung lässt sich automatisch über einen Sensor regeln.
Einen klar sichtbaren und messbaren Vorteil bringen LEDs bei der Homogenität, also der möglichst gleichmäßigen Ausleuchtung des gesamten Bildschirms. Alle getesteten Modelle liegen hier teilweise erheblich besser als das Referenzgerät. Am besten schneidet Apples LED Cinema Display ab. Mit einer Standardabweichung von lediglich 6,6 Candela pro Quadratmeter liegt der Monitor in der absoluten Spitzenklasse und sogar noch knapp vor dem Druckvorstufenspezialisten von Samsung.

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