Test HSPA-WLAN Router

Von Ole Meiners (02.02.2009)

In der Praxis

Echtes DSL-Feeling kommt beim Surfen allerdings nicht auf. In unserer Testumgebung mit O2 Germany in der Berliner Innenstadt erreichen wir nur selten mehr Durchsatz als 1,5 Megabit pro Sekunde im Download. Zu den Hauptverkehrszeiten liefert der Router oft bloß UMTS-Geschwindigkeit bei unter 400 Kilobit pro Sekunde. Anders die D-Netze. Hier beträgt die Bandbreite in der Spitze 3,5 Megabit pro Sekunde, auch aufwärts oft im Megabit-Bereich. Ganz entscheidend ist dabei neben dem Netzausbau und dem Provider die Position des Globesurfer III. Je näher das Gerät an einem Fenster steht, desto besser ist das Signal und somit auch die Bandbreite. Oftmals verbessert sich das Signal, wenn der Router die Hausseite und damit die bevorzugte UMTS-Basisstation wechselt.

Der Anschluss einer externen Antenne kann den Empfang nochmals deutlich unterstützen. Die Verzögerungen beim Aufrufen von Seiten aber bleiben. Diese Latenzen finden im Mobilfunk ihren Ursprung und können einem das Mitbieten bei eBay im entscheidenden Augenblick vermiesen. Hier ist das echte DSL klar im Vorteil.

Neben zwei Ethernet-Anschlüssen (Gigabit) bietet der Funk-Router auch einen USB-Port, über den ein Drucker oder ein Speichermedium dem lokalen Netz (auch per Hub) zur Verfügung gestellt werden können. IT-Profis werden die umfangreichen VPN-Möglichkeiten schätzen, wer auch ein Fax-Gerät anschließen will, sollte beim Provider um Dienstefreischaltung seiner SIM-Karte bitten. IP-basierte Sprachdienste wollen die Anbieter über Mobilfunk unterbinden, im Test klappt es trotzdem.

In Kürze will der Hersteller den Globesurfer III auch mit deutscher Dokumentation und Konfigurations-Oberfläche ausliefern, noch ist die Bedienung nicht ganz in sich schlüssig. Dafür ist aber die Firmware-Aktualisierung ein Kinderspiel - Netzversorgung stets vorausgesetzt.

 

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