Bildbearbeitung

 
Photoline 15 bietet zahlreiche Profi-Funktionen, hat aber eine Oberfläche, an die Macianer sich erst gewöhnen müssen

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Test: Computerinsel Photoline 15

An Photoshop Elements 6 kommt der engagierte Fotamateur kaum vorbei, denn Alternativen sind rar. Das aus einer deutschen Softwareschmiede stammende Photoline ist für manch einen interessant, denn es bietet eine Fülle an Funktionen für wenig Geld. Der Pferdefuß: Die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig.

Von Thomas Hartmann (13.03.2009)

Photoline bietet eine Fülle von Funktionen bis in den Layoutbereich mit Textgestaltung hinein. Auch professionelle Werkzeuge, die man häufig nur bei den Flagschiffen der Bildbearbeiter wie Photoshop CS findet, zählen dazu. So etwa die Gradation oder die CMYK-Unterstützung und 16 Bit pro Farbkanal. Die aktuelle Version läuft sogar, sofern vom Mac unterstützt, im 64-Bit-Modus, was den vorhandenen Arbeitsspeicher deutlich besser ausnutzt. Weitere Details sind die Bearbeitung von Farbverläufen jetzt direkt im Dokument und dass Photoline endlich ein eigenes Werkzeug für Rote Augen erhalten hat.

Nachteile zeigen sich darin, dass Photoline eine nicht immer so intuitive Bedienung der vielfältigen Funktionen bietet, wie man sie sich wünscht und von Mitbewerbern in dem Preissegment wie insbesondere Photoshop Elements 6 kennt. So ist die Korrektur der Roten Augen jetzt zwar leicht zu bewerkstelligen, aber sie muss für jedes Auge einzeln durchgeführt werden. Bei manchen Bildern mit vielen zu korrigierenden Objekten ist das mühsam. Nach wie vor muss man beim Kopierpinsel zur Quellwahl die Umschalttaste statt der sonst üblichen Alt-Taste wählen. Wer oft andere Bildbearbeitungsprogramme verwendet, findet diese Irritation im Arbeitsfluss lästig. Die Ergebnisse der Bearbeitung sind dagegen fast immer gut zu gebrauchen, Nachjustierungen sind leicht zu machen, wenn man sich mit der verwirrenden Vielzahl der Paletten erst einmal vertraut gemacht hat. Insbesondere der Attribute-Dialog wird hier immer mehr zur Steuerzentrale ausgebaut. Dennoch ist die Benutzeroberfläche für Macianer gewöhnungsbedürftig, was einige Kritiker darauf zurückführen, dass Photoline auch als Windows-Version verfügbar ist und sich im Aussehen offenbar mehr an diesem Betriebssystem orientiert.

Empfehlung

Photoline 15 ist geeignet für engagierte Fotografen. Allerdings müssen sie sich in das eigenständige Konzept dieser Bildbearbeitung einarbeiten, erhalten dafür aber zum günstigen Preis eine professionelle Software für ihre Fotos. tha

Photoline 15

Umfangreiche Bildbearbeitung zum günstigen Preis mit hoher Lernkurve

Computerinsel

Preis: € 59, CHF 86

Note: 2,1 gut

Leistung (40%) 1,3

Ausstattung (20%) 2,0

Handhabung (30%) 3,5

Lokalisierung (10%) 1,0

Vorzüge: Zahlreiche Funktionen, viele Neuerungen, professionelle Optionen wie CMYK und Gradation, sehr gute Web-Funktionen

Nachteile: Viel Handarbeit nötig, teils wenig intuitive Bedienung

Alternativen: Photoshop Elements 6, Pixelmator 1.4

Ab Mac-OS X 10.4

www.pl32.de

Photoline 15 bietet zahlreiche Profi-Funktionen, hat aber eine Oberfläche, an die Macianer sich erst gewöhnen müssen
Photoline 15 bietet zahlreiche Profi-Funktionen, hat aber eine Oberfläche, an die Macianer sich erst gewöhnen müssen

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