Test: iMac 2009 16:9 |
Neue iMacs waren überfällig, doch was Apple dann Mitte Oktober aus dem Hut zauberte, hat dann doch viele überrascht. Wir testen die neue Klasse der All-in-One-Computer. Der neue iMac mit 16:9-Bildschirm und neuem, flacherem Alu-Gehäuse.
Von Christian Möller (03.11.2009)
Glaubt man den Verkaufszahlen von Apple, haben Desktop-Computer eigentlich ausgedient. Die meisten Anwender entscheiden sich heutzutage für einen kleinen und leichten, portablen Rechner. Umso erstaunlicher ist es, welchen Aufwand Apple in seinen traditionsreichen Computer - den iMac - steckt.
Apple stellt uns zwei der neuen iMacs zum Test
Testteilnehmer:
iMac 21,5 Zoll, 3.06 GHz, Nvidia Geforce 9400
iMac 27 Zoll, 3,06 GHz, ATI Radeon HD 4670
Die aktuelle Generation des iMac ist fast vollkommen neu entwickelt worden. Schon auf den ersten Blick erkennt man optische Unterschiede. Die Front wird nun von den neuen Displays dominiert, die nach wie vor hinter einer (diesmal horizontal durchgängigen) Glasscheibe sitzen. Das iMac-Gehäuse ist nochmal schlanker und filigraner geworden. Man hat immer mehr den Eindruck vor einem Monitor zu sitzen, anstatt vor einem kompletten Mac.
Das Seitenformat hat Apple von 16:10 auf 16:9 reduziert. Dennoch sind die Displays größer und liefern eine höhere Auflösung als bei den Vorgängern.
Das 21,5-Zoll-Modell stellt die so genannte "Full-HD"-Auflösung dar. Das sind 1.920 mal 1.080 Pixel. Damit liefert es 31 Prozent mehr Bildpunkte als das 20-Zoll-Vorgängermodell (1.680 mal 1.050).
Einen ungewöhnlichen Schritt macht Apple jedoch mit dem 27-Zoll-Modell. Dieses Display stellt 2.560 mal 1.440 Bildpunkte dar und wird nur noch vom 30-Zoll-Cinema-Display (2.560 mal 1.600) übertroffen. Apple benutzt hier quasi ein 30-Zoll-Display, das in der Vertikalen ein wenig beschnitten ist. Ein solches Display sucht man derzeit auf dem Monitor-Markt vergebens, es ist beispiellos.
Noch dazu arbeiten beide Monitore mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung, die es bei diesen Bildschirmdiagonalen bislang noch nicht gab. Hier zeigt sich Apple also einmal mehr als Technologie-Vorreiter.
Abgesehen von dem neuen Seitenformat halten sich die Designänderungen gegenüber den Vorgängern in Grenzen. Die Rückseite der neuen iMacs ist nun nicht mehr schwarz, sondern kommt in edlem Aluminium daher. Das hat nicht nur ästhetische Gründe, die riesige Alu-Fläche führt Wärme wesentlich besser ab, was sich positiv auf die Kühlleistung auswirkt. Wir werden das später noch bei den Schallmessungen feststellen.
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