Software zur Datenrettung |
Erscheint ein Laufwerk nicht mehr im Finder, kommt man auf normalem Weg nicht mehr an die Daten heran. Für diesen Fall gibt es Spezialprogramme, die verloren geglaubte Daten zurückbringen.
Von Thomas Armbrüster (07.04.2009)
Obwohl es angesichts preisgünstiger Festplatten und Backup-Lösungen wie Time Machine nicht notwendig sein sollte, Daten von defekten oder versehentlich gelöschten Datenträgern wiederherzustellen, treten solche Situationen trotzdem immer wieder auf. Hier helfen dann für diese Notfälle spezialisierte Programme, die wir mehreren Tests unterziehen. Wichtige Voraussetzung für eine gelungene Rettungsaktion ist darüber hinaus ein zweiter Datenträger zur Aufnahme der geretteten Dateien.
Diese Anwendungen haben wir getestet:
– Data Rescue II 1.2.1
– Disk Warrior 4.1.1
– File Salvage 6.1.5
– Stellar Phoenix v3.0
Das ebenfalls zum Test vorgesehene Techtool Pro 5 hat uns der Hersteller leider nicht zur Verfügung gestellt.
Es gibt zwei unterschiedliche Gründe für Datenverlust und jeweils eine andere Lösung.
Problem: Defektes Speichermedium
Erscheint eine Festplatte oder ein anderes Speichermedium wie ein USB-Stick nicht mehr im Finder, liegt das meist an einem Defekt im Dateiverzeichnis des Volumes, hervorgerufen durch einen Softwarefehler oder eine defekte Hardware.
Lösung: Solange das Medium noch zugänglich ist, versuchen Reparaturprogramme, das Inhaltsverzeichnis aus den vorhandenen Informationen zu rekonstruieren. Das ermöglicht dem Anwender, Ordner und Dateien auf ein anderes Medium zu kopieren. Vorteil dabei ist, dass alle Metainformationen wie Dateinamen und Erstellungsdatum erhalten bleiben. Bis auf File Salvage beherrschen alle Testkandidaten dieses Verfahren.
Problem: Gelöschte Daten
Löscht man versehentlich eine Datei oder ein komplettes Volume, tilgt man dabei den Eintrag im Dateiverzeichnis beziehungsweise das ganze Verzeichnis von der Festplatte.
Lösung: Die Rettungsprogramme müssen den Datenträger nach ihnen bekannten Dateiformaten durchsuchen und diese auflisten. Informationen wie Dateiname oder Datum lassen sich nicht wiederherstellen, da diese mit wenigen Ausnahmen nur im Dateiverzeichnis und nicht direkt in der Datei gespeichert sind. Man muss die geretteten Dateien öffnen, um zu sehen, um was es sich jeweils handelt. Mit Ausnahme von Disk Warrior finden die getesteten Programme gelöschte Dateien, sofern sie das jeweilige Dateiformat kennen.
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