Test Video-Kodierer |
Der USB-Stick Turbo.264 von Elgato soll MPEG-4 Encoding drastisch beschleunigen. Wir testen den USB-Stick in der Praxis.
Von Andreas Zerr (15.05.2009)
Er kann nicht viel, aber was er kann, das kann er richtig gut: Die Umwandlung von Videomaterial aus Quellen wie Quicktime, AVI, MKV und sogar VOBs in das beliebte H.264 Format für iPod/iPhone, Apple TV und das Internet. Die Hardware an sich ist gerade einmal sieben mal drei Zentimeter groß (inklusive Stecker) und passt in jeden USB-Port. Voraussetzung ist lediglich ein Intel-Mac, da die Software zur Steuerung des Gerätes keine Power-PC-Prozessoren mehr unterstützt.
Eine einfache aber elegant gestaltete Komprimierungs-Software treibt die Hardware an. Der Anwender zieht den zu verarbeitenden Film in das Hauptfenster, wählt eine beliebige Komprimierungs-Einstellung aus (oder legt diese selber individuell fest), klickt auf den Startknopf und schaut zu, in welch rasender Geschwindigkeit das Material zusammengedampft wird.
Neben der mitgelieferten Turbo.264-Software kann man das Gerät auch aus anderen Video-Applikationen heraus nutzen. So steht der Encoder zum Beispiel beim Quicktime-Export aus Final Cut Pro zur Verfügung, oder für die Stapelverarbeitung im Compressor. Als Voreinstellung findet man neben den bekannten Handheld-Formaten auch unterschiedliche HD-Formate sowie optimale Settings für You Tube, mit denen man Filme sofort hochladen kann.
Turbo.264 bedient sich hierbei dem bekannten Eye-TV-Prinzip, indem man einfach einen Bereich innerhalb des Videos aufzieht.
Wesentlich einfacher und besser hätte man diese Art von Produkt kaum gestalten können. Die Hardware ist klein und anspruchslos, die Software hat ein ansprechendes Design, ist auch für den Video-Laien verständlich, und selbst der Profi wird durch die Unterstützung von Final Cut Pro und dem Compressor beglückt. Der Beschleunigungs-Faktor hängt allerdings sehr von der Art der Arbeit und der Ausstattung des Mac ab. Der Kauf lohnt sich aber in fast allen Fällen, da der Preis von 150 Euro verträglich ist. Andreas Zerr
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