Fineart-Fotopapiere |
Von Thomas Bergbold (03.06.2009)
Alle Baryt-Papiere sind zwar auf hohem Niveau, doch nicht zu jedem Motiv passt jedes Papier. Neben der Farbe des Papierweiß nimmt die Oberflächenstruktur einen teils deutlichen Einfluss auf Schwarz-Weiß-Motive. Die Strukturen reichen von dezent bei den Papieren von Crane, Hahnemühle und Tecco bis zu einer lederartigen Narbung bei Sihl, Innova und Permajet.
Die Spezialisten im Testfeld sind die nahezu identischen Papiere von Innova und Permajet. Die Papierfarbe geht ins Cremefarbene und ist damit gelblicher als bei allen anderen Mitbewerbern. Diesen Farbton verträgt nicht jedes Motiv. Alte Industrieanlagen und Landschaften mit eher dunkleren Tonwerten sowie Portraits können ihren Charakter auf diesen Papieren voll zur Geltung bringen. Hier ist auch der fantastische Glanz in Verbindung mit der lederartigen Struktur von Vorteil. Dies gilt auch teilweise für das Papier von Sihl, das ein minimal helleres Weiß, aber keinen so hohen Glanz aufweist.
Die Universalisten, im Bezug auf Schwarz-Weiß, sind die Papiere von Crane, Hahnemühle und Tecco. Das helle Naturweiß, in Verbindung mit einer zurückhaltenden Struktur, unterstützt eine Vielzahl von Bildmotiven. Gerade Motive mit zarten Weißtönen wie unsere Architekturaufnahme oder Landschaften und alte Industrieanlagen mit einem weiten Tonspektrum profitieren davon. Etwas störend am sonst überzeugenden Tecco sind die Glanzreflexe in der Oberflächenstruktur. Sie sorgen dafür, dass die Schatten aufgehellt werden und mindern den Kontrastumfang. Allen Dreien ist gemein, dass sie auch eine sehr gute Figur mit Farbaufnahmen machen.
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