Test: Soundtrack Pro 3 |
Im Zuge der Aktualisierung des Final Cut Studios hat auch Soundtrack Pro ein Update auf Version 3 erhalten. Ehemals eher als kleines Kompositions-Spielzeug auf den Markt gebracht, mausert sich Soundtrack Pro zu einem professionellen Werkzeug für die Postproduktion. Wir haben es getestet.
Von Andreas Zerr (02.11.2009)
Ähnlich wie in Final Cut Pro 7 hat Apple auch bei der Aktualisierung von Soundtrack Pro auf überflüssige Kinkerlitzchen verzichtet und sich ganz den professionellen Tools und Workflows gewidmet. So finden sich zwei neue und sehr brauchbare Funktionen in Soundtrack Pro, namentlich das Voice Level Matching und das Time Stretching. Während das Time Stretching die Veränderung der Take-Dauer ohne ungewollte Anpassung der Tonhöhe zulässt, kann der Anwender via Voice Level Matching die Lautstärke von Dialogen oder O-Tönen anpassen, ohne dabei ungewollt auch Hintergrund-Geräusche anzuheben.
Ähnlich einfach verhält es sich auch mit der Anpassung der Dauer, ohne die Tonhöhe zu beeinflussen (Mickey-Maus-Effekt). Hierfür wählt man das Element, welches verlängert oder verkürzt werden soll, aus der Timeline aus, sodass es im Datei-Editor von Soundtrack erscheint. Anschließend zieht man mit der Maus den zu bearbeitenden Bereich auf und wählt aus der Menüleiste des Datei-Editors das "Werkzeug zum Dehnen von Audio" (etwas sperriger Titel, einfacher ist das Tastenkürzel "t"). Mit diesem Werkzeug zieht man den Out-Punkt nach links oder nach rechts, um die Dauer des Clips auf die gewünschte Länge zu bringen. Wer es etwas genauer haben möchte, kann über das Time Stretch Dialogfenster die neue Dauer in Sekunden, Prozent oder Samples angeben und einen anderen Algorhythmus für die Berechnung der Tonhöhe wählen. Zur Verfügung stehen Apple Universal, Complex und Percussive, sowie die Plug-ins Serato Pitch‘n Time LE und SoundToys Speed. Weitere Plug-ins können bei Bedarf optional installiert werden.
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