Test: Flip Mino HD |
Mit der Flip Mino HD will Cisco den Markt der Mini-Camcorder revolutionieren. Die Chancen stehen gut: Das Gerät filmt in HD und ist sehr einfach zu bedienen. Lesen Sie in unserem Test, was wir von der Flip Mino HD halten.
Von Verena Ottmann (04.11.2009)
Auf den ersten Blick wirkt die Cisco Flip Mino HD wie eine Mischung aus Handy und Diktiergerät: dunkle Vorderseite mit 1,5-Zoll-Display und einem Knopf, die Rückseite verchromt und mit Kameralinse. Schaltet man den Mini-Camcorder an, erwachen auch die übrigen Bedienelemente zum Leben - sie sind mit weißen LEDs beleuchtet, was das Filmen bei wenig Licht erleichtert, also etwa auf Partys. Denn genau dafür ist die Cisco Flip Mino HD konzipiert: Getreu nach dem Motto "Shoot and Share" sollen Flip-User ein Video machen und dieses schnell über den PC auf Youtube, Facebook oder My Space stellen. Auch das Verschicken per Mail ist laut Cisco super einfach. Unsere Kollegen von der PC-Welt haben sich das Videowunder Cisco Flip Mino HD genauer angesehen.
Bedienelemente und erstes Anschalten
Die Cisco Flip Mino HD lässt sich über insgesamt neun Tasten bedienen. Prominent in rot gehalten ist der Auslöser, kreuzförmig um ihn sind die Tasten zum Ein- und Auszoomen sowie zum Weiter- und Zurückblättern der Clips angeordnet. Außerdem gibt’s eine Taste für den Play-Modus - in dem die Zoom-Tasten zu Lautstärkereglern werden - und für die Löschfunktion, die mit einem Papierkorbsymbol gekennzeichnet ist. Bis auf den Auslöser sind alle Elemente berührungsempfindlich - es genügt, sie mit dem Finger leicht anzutippen.
Ein Schalter an der linken Gehäuseseite klappt den fest eingebauten USB-Stecker heraus. Gegenüber auf der rechten Gehäuseseite sitzt der Power-Knopf. Die Unterseite ist mit einem Stativgewinde versehen.
Nach dem Einschalten - der Akku ist ab Werk aufgeladen - können Sie durch das Halten des Auslösers das Setup-Menü der Cisco Flip Mino HD aufrufen. Darin lassen sich Sprache, Datum und Uhrzeit ändern sowie der Bestätigungston an- und abschalten. Um die Aufnahme zu starten, drücken Sie einmal kurz auf den Auslöser. Auf die gleiche Weise beenden Sie die Aufnahme. Das Display zeigt die verbleibende Aufnahmezeit an, der interne 4-GB-Speicher bietet Platz für maximal eine Stunde Video. Um den internen Speicher zu löschen, tippen Sie zuerst das Papierkorbsymbol an und wählen dann die Option "Alle" (löschen). Da sich im internen Speicher der Cisco Flip Mino HD auch die Software zum Bearbeiten und Weitergeben der Clips befindet, sollten Sie zum Löschen unbedingt diese Funktion nutzen und nicht etwa den Speicher unter Windows formatieren.
Anschluss am PC und DatenübertragungAm Rechner wird die Cisco Flip Mino HD wie gehabt vom Betriebssystem erkannt, und Sie werden gefragt, was Sie mit dem gefundenen USB-Gerät machen wollen: Wählen Sie das Flip-Symbol, startet die Installation der Software Flip-Share, mit der Sie Ihre Clips bearbeiten, verschicken und ins Internet stellen. Alternativ können Sie die Dateien auch per Drag and Drop auf Ihren PC kopieren. Um die Bearbeitung müssen Sie sich jedoch dann selbst kümmern. Die Clips lassen sich übrigens auch problemlos unter Linux abspielen - da taucht die Cam als Massenspeicher auf.
Unter Windows startet die Installation der Flip-Software automatisch, wenn Sie diese Option gewählt haben. Die Installation ist nötig, da Sie zum Abspielen der Videos einen Codec brauchen, der nicht zwangsweise auf jedem PC vorhanden ist. Nach der Installation müssen Sie den Rechner neu starten. Hersteller Cisco hat auch an Mac-Benutzer gedacht: Die Software ist auch als Mac-Version vorhanden und funktioniert ab Mac-OS 10.4 Tiger. Alternativ kann man die Filmclips auch mit iPhoto und iMovie importieren und mit letzterem auch bearbeiten.
Ist die Software einmal installiert, startet sie jedes Mal automatisch, sobald Sie die Cisco Flip Mino HD am PC anschließen. Die Bedienung der Software ist sehr intuitiv: Sie haben die Möglichkeit, Ihre Clips anzusehen (auch im Vollbild-Modus) und auf Ihrem PC zu speichern. Oder Sie können die Videos als Grußkarte verschicken, ins Internet stellen und den Link dazu per Mail versenden. Zusätzlich lassen sich einzelne Clips zu einem Video zusammenfassen, mit Vor- und Nachspann sowie mit Musik versehen. Gefallen Ihnen die sieben vorinstallierten Instrumentalstücke nicht - wir fanden sie erstaunlich geschmackvoll -, können Sie Ihre Clips auch mit eigener MP3-Musik unterlegen. Zuguter Letzt lassen sich die Videos auf DVD brennen, und Sie können daraus Standbilder entnehmen. Die Vorgehensweise bei den einzelnen Optionen ist dabei ähnlich: Sie markieren die Clips und ziehen sie in das Bearbeitungsfenster. Alle weiteren Schritte erklärt der jeweilige Assistent.Newsletter bestellen: Newsletter und Wochenchronik
Mehr zu diesen Stichwörtern: Cisco Flip Mino HD, Test, Camcorder 70970
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