Grafiktablett |
Die Gestensteuerung der Macs ist einfach klasse: Schnelles Scrollen mit zwei Fingern oder auch das Vergrößern durch das Spreizen von Daumen und Zeigefinger. Wacom bringt das ganze jetzt konsequent in ein Grafiktablett.
Von Thomas Bergbold (03.01.2010)
Damit ist diese Technologie auch für die Desktop-Macs verfügbar. Neben dem Scrollen und der Mausfunktion ist auch ein Klicken mit linker und rechter Maustaste sowie ein Ziehen von Objekten möglich. Letzteres ist aber sehr schwierig in der Anwendung und führt manches mal zur Verzweiflung. Gut dass man jede der Funktionen auch deaktivieren kann, so möchte vielleicht nicht jeder, durch Tippen auf das Tablett einen Mausklick ausführen. Auch die Unterstützung für Rotieren von Bildinhalten ist dabei. Kleine Animierte Filme in der Systemsteuerung erklären die Gesten sehr gut, weitere Filme bietet Wacom auf seiner Homepage. Das hier getestete Spitzenmodell bietet neben der Multi-Touch-Funktion auch eine gegenüber dem Vorgänger verbesserte Stiftfunktion. Die verbesserte Auflösung von 2540 dpi und die höheren Druckstufen von 1024 machen sich beim Malen und in der Bildretusche bemerkbar.
Am Rand des Tabletts befinden sich Zusatztasten, die über die Systemsteuerung mit Befehlen frei belegbar sind. Beispielsweise ein Klick mit der Maustaste oder das Öffnen eines Programms. Was in unserem Test nicht funktioniert hat, sind die Befehle für "Weiter" und "Zurück" im Web-Browser. Sehr durchdacht ist ein Befehl für das Deaktivieren der Touch-Funktion, so gerät man bei der Stift-Bedienung nicht damit in Konflikt. Toll für Linkshänder ist die Umschaltung der Ausrichtung.
Die flache Bauweise mit den zur Längsseite abgerundeten Kanten, ist sehr schön, aber die Kanten können leicht verkratzen. Wenn man in den Genuss der Software, wie Adobe Photoshop Elements 6, Corel Painter Essential und Art Rage kommen möchte, der muss sich erst bei Wacom registrieren. Anschließend ist die Software per Download erhältlich. Das ist recht umständlich, vor allem, weil man dies innerhalb von 30 Tagen machen muss. Zusätzlich gibt es noch das Bamboo Dock, welches kleine Miniprogramme enthält, zum Spielen oder Zeichen.
Dank dem Bamboo Fun Pen & Touch kann man eigentlich auf eine Maus verzichten. So macht gerade die große Ausgabe auch an einem Desktoparbeitsplatz mit zwei Bildschirmen viel Spaß. Scrollen oder Zoomen klappt nicht nur in der Bildbearbeitung, sondern auch in Safari, Word oder In-Design sehr gut und präzise. Einziger kleiner Schönheitsfehler ist ein leichtes Ruckeln bei Scrollen. Die Beigabe von Adobe Photoshop Elements 6 ist nicht ganz auf der Höhe der Zeit aber zusammen mit Corel Painter Essentials eine gute Ausstattung.
Empfehlenswertes Grafiktablett mit guter Multi-Touch-Funktion
Wacom
Preis: € 200, CHF 272
Note: 1,9 gut
Leistung (50%) 1,9
Ausstattung (20%) 1,9
Handhabung (20%) 1,9
Ergonomie (10%) 1,4
Vorzüge: Sehr gute Multi-Touch-Funktion, flache Bauform, Tutorial-Videos
Nachteile: Rahmen kratzempfindlich, Drag-and-Drop ist schwierig auszuführen, Adobe Photoshop Elements nur in Version 6, Software nur als Download
Alternativen: Diverse Grafiktabletts von Wacom
Aktive Fläche für Touch 190 x 130 mm, Aktive Fläche für Stift 217 x 137 mm, USB-Anschluss, Tablett mit vier Tasten, Stift mit zwei Schalter und Radierer, Software: Adobe Photoshop Elements 6, Corel Painter Essential, Art Rage, Bamboo Dock
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