Test: Mcubed Rip NAS |
Die Netz-Festplatte Rip NAS hat ein CD-Laufwerk. Schiebt man eine Audio-CD ein, importiert das Gerät automatisch die Lieder auf seine Festplatte.
Von Thomas Bergbold (12.02.2010)
Die Verbindung zum Windows Home Server erfolgt über das Programm Remotedesktopverbindung von Microsoft. Den Hinweis hierzu findet man jedoch nur auf der Homepage des Herstellers und nicht im englischen Handbuch. Nur wer diesen Weg geht, kann beispielsweise feststellen, ob es Fehler beim Rippen gab - bei uns sind es gleich drei Tracks. Diese werden dann löblicherweise in eine Quarantäne geschickt, wo sie keinen Schaden anrichten können. Über die nicht sehr komfortable Windows Home Server Console wird auch der Ripper und der Server angepasst. Aber das ist eigentlich nicht nötig, beispielsweise geschieht die Umstellung der Formate von FLAC auf ALAC durch eine Konfigurations-CD. Einfach einschieben, die Einstellungen werden automatisch geändert und die CD ausgeworfen. Das ist genial einfach.
Von der kleinen Hürde, die in unserem Fall von seltenen CD-Samplern oder brandaktuellen CDs stammen, funktioniert das Einlesen und Verwalten wie versprochen einfach. Über die automatische Einstufung der Genres lässt sich natürlich streiten, aber Carla Bruni ist sicher nicht Rock. Hier würde man sich einen einfachen Zugriff mit Änderungsmöglichkeiten wünschen.
Und als Server? Unauffällig und problemlos. Ob mit Playern von Linn, der Squeezebox oder iTunes, der Zugriff klappt immer. Als Fileserver ist der Rip NAS hingegen nur Mittelklasse. Zwar glänzt er mit einer Nutzerverwaltung, aber die Datenraten um die 10 MB/s sind nicht berauschend.
Die gute Serverausstattung des Rip NAS für iTunes, Squeezebox und UPnP überzeugen und er gefällt mit guter Kompatibilitä, bei entsprechenden Playern sogar mit Alben-Cover. Kompliziert wird es erst, wenn man TAGs ändern möchte, dann wird es windowsmäßig und passt nicht mehr zum Anspruch. Für Mac-User wäre auch eine Anpassung der Anleitung wünschenswert. Als Musikserver, und dafür ist er konzipiert, ist er eine Empfehlung. tb
Der einfache Server für Musikfreunde mit Laufwerk zum Rippen
Mcubed
Preis: € 1200, CHF 1630
Note: 2,1 gut
Leistung (50%) 2,2
Ausstattung (20%) 1,6
Handhabung (20%) 2,3
Stromverbauch/Ergonomie (10%) 1,8
Vorzüge: Guter UPnP-Server, in der Regel einfache Bedienung, schnelles Hochfahren
Nachteile: Hoher Preis, Änderungen der Tags und Cover nur mit Zusatzprogrammen, erweiterte Einstellungen windowstypisch kompliziert, Festplatten nicht als RAID vorkonfiguriert
Alternativen: Apple Mac Mini, Olive Opus No. 2, Hifidelio
Audio Encoders: FLAC, Apple Lossless, WMA Lossless, mp3 (Lame); Musicserver: SqueezeCenter, SMB / CIFS (Sonos etc), iTunes DAAP, uPNP / DLNA; Secure Rip Model: AccurateRip & c2 pointers; Anschlüsse: 4x USB v2.0, 10/100/1000++ Network; Farben: Silber/Weiß, Schwarz; 2GB RAM, 2x500GB Festplatte; Intel Atom 1.6 GHz; Windows Home Server; Größe: 24 x 25 x 8.9; Stromverbrauch: Aus 0W, Ein 24,2W
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