Praxis-Test iPad

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Praxis-Test iPad

iPad im Praxis-Test

Kurz vor dem Verkaufsstart schlägt Apples iPad immer mächtigere Wellen - und scheidet die Geister. Kaufen oder abwarten? Wir hatten Gelegenheit, das iPad vorab auszuprobieren und sagen, für wen sich das Apple tablet lohnt

Von Jason Snell (25.02.2010)

Es ist immer das gleiche Spiel: Wenn Apple ein neues Produkt herausbringt, dürfen nur wenige es vorab testen. Die Geheimniskrämerei ist Teil des Verkaufskonzeptes - wenn das Gerät einmal verfügbar ist, kann man so noch einmal einen Hype erzeugen. Immerhin: Nach der Vorstellung des iPad konnten die Medienvertreter es für eine knappe halbe Stunde ausprobieren. Und wir waren natürlich dabei.

Wie fühlt es sich an?

Gleich vorab - es stimmt: Das iPad fühlt sich tatsächlich an wie ein überdimensioniertes iPhone. Das wird gleich beim ersten Anfassen klar. Eigentlich ist es eine Mischung aus dem iPhone der ersten Generation, denn es kommt mit einem Rücken aus Aluminium, und den 3G/3GS-Modellen, denn die Rückseite ist leicht geschwungen statt komplett flach. Aber insgesamt fällt es wesentlich größer als das iPhone aus.

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Das iPad könnte der perfekte Sofa- und Café-Rechner werden.

Das Display stellt eine Auflösung von 1024 mal 768 Pixel dar. Das entspricht dem Seitenverhältnis 4:3, das auf TV-Geräten gebräuchlich war - bevor die Geräte zu flachen HD-Flundern mutierten. Auf einem 4:3-Screen erscheinen die heute gebräuchlichen Widescreen-Videos mit schwarzen Balken oben und unten. Der Sinn dieses Formats wird erst klar, wenn man das iPad einmal selbst in den Händen hält. 16:9 würde ein in die Länge gezogenes Gerät ergeben. Das iPad hingegen fühlt sich, so wie es ist, in den Händen perfekt ausbalanciert an.

Trick der Designer

Zum guten haptischen Gefühl trägt neben dem Seitenverhältnis auch noch ein anderer Design-Trick bei: Der relativ große Rahmen, der beim ersten Blick verwundert, ist dazu da, das iPad festzuhalten, ohne dass man versehentlich mit dem Daumen auf dem Touchscreen landet - eine schlaue Lösung. Mit 680 Gramm ist das iPad doppelt so schwer wie Amazons Kindle 2. Größer ist es auch. Da fragt man sich, ob es auch bequem ist, das iPad längere Zeit mit nur einer Hand zu halten, zum Beispiel im Bus oder Zug. In der relativ kurzen Zeit, in der wir es ausprobieren, fühlt es sich eher leicht und dünn an, wenn man seine Größe bedenkt.

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