Test: Adobe Photoshop CS 5 |
Adobe spendiert der Bildbearbeitung Photoshop CS5 viele sinnvolle Neurungen wie auch die längst überfällige Anpassung auf die aktuelle Mac-Systemarchitektur. Wir haben nun die finale Version testen können.
Von Mike Schelhorn (17.05.2010)
Mit Arbeitsspeicherzuweisungen über 4 GB RAM wird Photoshop CS5 noch einmal einen Tick schneller, die Überwindung der bislang maximal möglichen Arbeitsspeicherzuweisung von 3072 MB RAM macht sich während der Arbeit deutlich bemerkbar. Wer Photoshop CS5 jedoch als 32-Bit-Applikation betreiben muss, etwa um vorhandene Dritthersteller-Plugins weiter betreiben zu können, dürfte gemäß unserer Messungen keinerlei Geschwindigkeitszuwachs feststellen. Ältere Macs mit Power-PC-Prozessor werden selbst im 32-Bit-Modus nicht mehr unterstützt. Photoshop CS5 für Mac ist eine reine Angelegenheit für Macs mit Intel-Prozessoren.
Neben der nun teils deutlich besseren Geschwindigkeit kann Photoshop CS5 diesmal mit einem Füllhorn an Neuerungen und Programmverbesserungen aufwarten, die sich quer durch alle Anwendungsbereiche von 3D über HDR bis Zoomfunktionen verteilen. Einen Schwerpunkt bilden Neuerungen für Retusche und Maskierung sowie neue Bildoptimierungen und -korrekturen für Fotografen.
- Beschneiden-Werkzeug: Hilfslinien, z.B. Drittel-Regel
- Linealwerkzeug: Gerade ausrichten und Auto-Beschnitt
- Neutraldichte-Vorgabe für Verlaufswerkzeug
- Drag-and-Drop von Smart Objekten beispielsweise aus Illustrator CS5
- Öffnen von animierten GIFs unter Erhaltung der Einzelframes
- Farbcodes können als Hex-Werte kopiert werden
- Befehl-H: Vorgabe, ob Photoshop (Mac-OS-Verhalten) oder Ansicht > Extras ausgeblendet wird
- Option, um alle Bilder bei Programmbeendung zu speichern
- Speichern von 16-/32-Bit-Bildern ohne Umwege in 8-Bit-JPEG
- Speichern von Druckeinstellungen mit Bilddokument
- Korrekturen-Bedienfelder: Zielkorrekturwerkzeug optional automatisch gewählt
- Ebenenmaske aus Transparenz
- Drag & Drop einzelner Ebenen
- Deckkraft kann für mehrere ausgewählte Ebenen auf einmal geändert weren
- Speichern eigener Standardvorgaben für Ebenenstile
- Neue Füllmethoden "Subtrahieren" und "Unterteilen"
- Einfügen: An Originalposition einfügen (Objektkoordinaten bleiben erhalten)
- Speichern unter zeigt automatisch Originalordner
- Bridge CS5: Verbesserte Stapelumbenennung
- Bridge CS5: Überarbeitete Web-Galerien
- Bridge CS5: Export-Panel für Online-Services
- Bridge CS5: Dateipfad-Leiste zur Navigation
- Bridge CS5: PDF-Ausgabe mit Wasserzeichen
Erstmals seit langem hat Photoshop auch Novitäten im Malbereich zu bieten. Die Programmoberfläche ändert sich im Wesentlichen nicht, doch sind Arbeitsbereiche jetzt direkt über die Programmleiste zugänglich und sind besser auf Anwenderbedürfnisse zu konfigurieren. Mit der Mini Bridge hält eine abgespeckte Version von Bridge Einzug in Photoshop. Manche werden dies nicht begrüßen, kostet dies doch wertvollen Monitorplatz. Jedoch lässt sich die Mini Bridge am unteren Filmrand wie ein Filmstreifen platzieren und dort auf ihre Titelleiste reduzieren. Eine schöne Funktion der Mini Bridge ist die Vollbildanzeige von Standbildern und sogar Videos auf Betätigen der Leertaste, außerdem unterstützt die Mini Bridge Drag-and-Drop in Photoshop- oder Indesign-Dokumenten. Ist die Mini Bridge aktiv, muss allerdings auch Bridge CS5 selber im Hintergrund laufen.
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