Test: Eye-fi Direct Connect

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Test: Eye-fi Direct Connect

Eye-Fi Direct Mode überträgt direkt und drahtlos auf iPhone und iPad

Mit dem jetzt verfügbaren Direct Mode ist es möglich, Fotos direkt und drahtlos von einer Kamera mit Eye-fi-Karte auf ein iPhone, iPad oder Android-Gerät zu schicken. Ein Wifi wird nicht mehr benötigt, die Karte selber stellt das Netzwerk bereit, in das sich die Eye-Fi App auf dem mobilen Gerät einloggt.

INHALT

Von Mike Schelhorn (26.04.2011)

Dies funktioniert mit allen Karten der X2-Serie von Eye-fi: Connect X2, Geo X2, Explore X2 sowie die neue Mobile X2 und die Pro X2, die auch Raw-Dateien handhaben kann. Alle Karten im SD-Format verstehen sich auf WiFi 802.11n. Wer bereits eine X2-Karte besitzt, muss am Mac zunächst ein Firmware-Update der Karte starten, was man aus dem Eye-fi Center ausführt. Anschließend kann man den Direct Mode aktivieren.

Aktivieren des Direct Mode im Eye-fi Center
Aktivieren des Direct Mode im Eye-fi Center
Nach Aktivierung des Direct Mode kann die Eye-fi-Karte in die Kamera. Die Eye-fi-App muss ebenfalls auf die neue Version aktualisiert werden, anschließend wird das Karten-Pairing in dieser App konfiguriert. Hier kann man übrigens auch einstellen, ob Raw-Dateien oder Filme übertragen werden sollen oder nicht. Das benötigte WPA2-Passwort kopiert man durch Tippen auf "Copy" in die Zwischenablage des Mobilgeräts.

Konfigurieren des Card Pairing am iPad
Konfigurieren des Card Pairing am iPad
In den Einstellungen > WiFi-Netzwerke findet sich nun das von der Eye-fi-Karte bereit gestellte "Netz" - die Karte nimmt nur Verbindung zu jeweils einem Gerät auf. Dieses wählt man aus, setzt das WPA2-Passwort aus der Zwischenablage ein und verbindet das Gerät mit der Karte. Wenn jetzt die Eye-fi App gestartet wird, empfängt sie direkt und drahtlos die aktuellen Aufnahmen aus der Kamera.

Übertragung einer Aufnahme aus der Kamera zum iPad (rot umrandet: bereits übertragene Fotos und unten der aktuelle Datentransfer)
Übertragung einer Aufnahme aus der Kamera zum iPad (rot umrandet: bereits übertragene Fotos und unten der aktuelle Datentransfer)
Die Übertragungszeiten sind zumindest für JPEGs mit drei bis fünf Sekunden pro Aufnahme einigermaßen flott, Raw-Aufnahmen brauchen aufgrund des größeren Dateivolumens etwas länger (etwa zwischen 10 Sekunden bei 8 MP und bis 30 Sekunden bei 16 MP). In den Einstellungen der App lässt sich auch eine Vollbilddarstellung des jeweils letzten Imports wählen.

Automatisches Vollbild des letzten Imports
Automatisches Vollbild des letzten Imports
Die Aufnahmen landen am iPad im Fotoalbum "Gesicherte Fotos". Für den Einsatz der Karte in der Kamera gibt es nun einige denkbare Szenarien. Ist die Eye-fi-Karte die einzige in der Kamera verwendete, ist es oft besser und jedenfalls schneller, nur JPEG-Bilder zu übertragen. Also entweder fotografiert man nur JPEG oder Raw/JPEG-Paare und belässt die Raw-Bilder auf der Kamera. Hat die Kamera zwei Kartenslots, kann man JPEGs auf die Eye-fi-Karte schicken und Raw-Aufnahmen auf die andere (oder niedrig aufgelöste JPEGs auf die Eye-fi-Karte und höher aufgelöste auf die andere SD- oder CF-Karte). Es gibt aber einige Probleme, etwa längere Transferzeiten bei einigen Kameras, sporadische Ausfälle der Vollbildanzeige-Aktualisierung bei neuen Aufnahmen und Unstimmigkeiten wegen der Dateibenennungen auf iPhone und iPad. Wegen Restriktionen des iOS kann der ursprüngliche Dateiname nicht auf das Gerät übernommen werden, weshalb sich Raw-Aufnahmen und ihre JPEG-Pendants später auf dem Computer (beispielsweise in Lightroom) nur mit Mehraufwand zusammenführen lassen. Außerdem kann man in der Eye-fi App (kostenlos) nicht einzoomen, auch Exif-Daten zeigt die App nicht an.

Eine funktionsreichere Alternative zur Eye-fi App ist die iOS-App Shutter Snitch, die ebenfalls den Direct Mode unterstützt. Ein Vorteil von ShutterSnitch ist beispielsweise, dass Geotagging via iPhone- oder iPad-GPS-Ortsdaten funktioniert, während Eye-fi das WiFi-Accesspoint-Netzwerk von Skyhook nutzt, das auch bei den ersten iPhone-Generationen zum Einsatz kam. Skyhook hat zwar eine gute Abdeckung in Ballungsräumen, aber viele weiße Flecken im ländlichen Gebiet.

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