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Cinepaint

01.06.2003 | 14:21 Uhr |

Bildbearbeitung für Film-Compositings

Eines der erfolgreichsten dieser Film-Bearbeitungsprogramme, das auch in Filmen wie Harry Potter oder Stuart Little zum Einsatz kam, ist Film Gimp. Das kostenlose Programm, das auf einer früheren Version des Bildbearbeitungsprogramms Gimp basiert, läuft dank X 11 auch unter Mac-OS X. Film Gimp wird, ähnlich wie die von Apple aufgekauften Programme Shake und Rayz, zum Compositing eingesetzt - etwa um aus einer Filmsequenz Nebel zu entfernen oder Spezialeffekte zu erzeugen. Im Unterschied zum Bildbearbeitungsprogramm Gimp ist Film Gimp in der Lage, mit 16-Bit-Material umzugehen und verfügt über einen Frame Generator für die Organisation von Filmbildern. Bis Mitte letzten Jahres hat es ausschließlich die Filmproduktionsfirma Rhythm & Hues verwendet, ab Juli 2002 wurde dann aus dem bis dahin  firmenintern verwendeten Programm ein Open Source-Projekt im Rahmen der Organisation Sourceforge Net.

Die Installation unter Mac-OS X ist noch recht aufwendig. So ist neben installierten Developer-Tools und dem Installationsprogramm Fink auch etwas Erfahrung mit Unix-Systemen erforderlich. Eine ausführliche Installationsanleitung bietet die Seite Creativemac an.
Für den Privatanwender hat Film Gimp jedoch nach dem ersten Eindruck wenig zu bieten. Die Installation und Bedienung ist zu aufwendig und auch die größte Stärke des Programms, der Umgang mit hochauflösendem Filmmaterial im Rahmen einer Renderfarm, macht für Privatanwender schließlich wenig Sinn. Zumindest zeigt das Programm aber die Möglichkeiten, welche die Open Source-Bewegung Apple-Anwendern auch im Profi-Bereich bietet.

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