Nostalgische Radio-App

Radio-App mit gutem Senderarchiv nutzen mit Radio Funkuhr 0.9.3

29.10.2012 | 13:51 Uhr | Stephan Wiesend

Radio-App mit umfangreichem Senderangebot und nostalgischer Oberfläche, die auf einer iPhone-App basiert.

Auf dem iPhone ist die App Radio Funkuhr recht erfolgreich, jetzt ist auch eine Desktop-Version für den Mac verfügbar. Die bei Redaktionsschluss noch kostenlos erhältliche App ist in Form eines alten Radioweckers gestaltet. Neben der Radiofunktion zeigt sie auch Datum und Uhrzeit an – in Form einer Analoguhr. Um die App zu bedienen, muss man mit der Maus einen Knopf drücken, der die Radiofunktion anschaltet, sowie einen weiteren Schalter für den Aufruf der Stationsliste. Sortiert sind die (laut Hersteller) über 50 000 Sender nach Regionen, auch deutschsprachige Radiosender sind in der Datenbank enthalten. Es gibt zusätzlich eine Suchfunktion und Top-Listen. Die nach Regionen sortierten Sender sind allerdings nicht nach Kategorien geordnet, und man sieht lediglich die Sendernamen, was nicht nur bei Sendern aus Asien wenig hilfreich ist. Zusätzlich kann man aber auf den nach Musikrichtungen gegliederten Katalog von Shoutcast Radio zugreifen. Schön für Nostalgiefans: Beim Aufrufen eines Senders wird kurz ein Störgeräusch eingeblendet, wie man es von alten Radios her kennt. Leider lässt sich Letzteres nicht abschalten, wir finden es nach einiger Zeit ziemlich störend. Zwar gibt es eine Option zum Deaktivieren von Toneffekten, in der von uns getesteten Programmversion funktioniert sie allerdings nicht. Gut gefällt uns die Option, Titel oder Sendernamen anzuzeigen, Lieblingssender kann man auf einer Favoritenliste sammeln. Eine Aufnahmefunktion bietet das Tool aber nicht, und im Gegensatz zur iOS-Version ist auch keine Wecker- oder Timer-Funktion integriert.
Fazit: Die Radio-App Radio Funkuhr funktioniert problemlos, die nostalgische Oberfläche ist eine nette Abwechslung. Vom Retro-Design abgesehen, hat die App aber wenig zu bieten. Mit der funktionsreichen iOS-App kann die Desktop-Version bei weitem nicht mithalten, hier macht etwa die Bedienung mit virtuellen Drehknöpfen viel weniger Sinn als auf dem iPhone.


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