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Thema: Kino-Massaker

  1. #1
    Avatar von vulkanos
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    Kino-Massaker

    Wenn irgendwo in den Nachrichten von einem Massaker berichtet wird, kann man davon ausgehen, dass es in den USA stattgefunden hat.

    Hier prallen zwei Freiheits-Begriffe aufeinander: das Recht oder die Freiheit auf Waffenbesitz und das Recht oder die Freiheit, sich ohne Angst in der Öffentlichkeit zu bewegen. Irgendwie passt das nicht zueinander, geht aber nicht in amerikansiche Gehirn hinein, am wenigsten in die der Bundesverfassungsrichter, die erneut die Gültigkeit des 2. Verfassungszusatzes bestätigt haben.

    Obama's Kommentar zu der Kino-Tragödie: "Man müsse jetzt wie eine amerikanische Famlie zusammenhalten."

    Bei solchen Worten dreht sich mir den Magen um.

    Und die National Rifle Association (NRA) lacht sich erneut und immer wieder ins Fäustchen: Kein Word zu stärkerer Waffenkontrolle oder Schußwaffenverbot entfleuchte präsidialem Munde.

    Vor einiger Zeit veröffentlichte ich hier eine Statistik über den US-Waffenmißbrauch von Time Magazin. Soll ich sie wieder hervorkramen?
    "Quid quid agis, prudenter agas et respice finem"
    (Was auch immer du tust, handle klug und bedenke das Ende)

  2. #2
    Avatar von maclin
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    In Kanada gibt es deutlich mehr Waffen als Einwohner. Das Verhältnis ist in USA nicht so deutlich.
    Trotzdem passieren in Kanada weniger Massaker oder sonstige Ausraster.

    Es liegt nicht an einer Waffe, ob ein Mensch austickt. Es liegt an der Sozialisation des Menschen.
    Die USA ist kein einfaches Land. Soviel Freiheit existiert da auch nicht.
    Michael Moore hatte dies in seinem Film sehr gut beschrieben.
    Angst ist einer der Schlüssel. Und der Umgang mit Niederlagen.
    Viele weitere Faktoren, die einen Menschen in die Enge treiben lassen, lassen den Tunnelblick entstehen.
    .

  3. #3
    Avatar von maximilian
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    Zitat Zitat von vulkanos Beitrag anzeigen
    Wenn irgendwo in den Nachrichten von einem Massaker berichtet wird, kann man davon ausgehen, dass es in den USA stattgefunden hat.
    Das stimmt so leider nicht. Hast Du die Amokläufe von Erfurt, Winnenden und Oslo/Utoya schon vergessen, um nur an nur einige der Europäischen Massaker der letzten Jahre zu erinnern?
    "Hyperraum und schlafende Energiereserve - sofortiger Rücksturz zur Erde!"
    (in memoriam Generalin Lydia vyn Dyke, Kommandantin der Hydra)

  4. #4
    Avatar von McDil
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    USA gründen auf dem Mythos der Selbstjustiz. Das schließt eingebildete Notwehrsituationen mit ein. Brejvik hätte eigentlich komplett dort hin gehört.
    If you want a picture of the future, imagine a boot stamping on a human face — for ever.” (G.Orwell - 1984)

  5. #5
    Wolpertinger Avatar von batrat
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    Zitat Zitat von maclin Beitrag anzeigen
    I
    Es liegt nicht an einer Waffe, ob ein Mensch austickt. Es liegt an der Sozialisation des Menschen.
    Die USA ist kein einfaches Land. .
    Und deswegen ist es Wahnsinn, es den Bürgern so leicht zu machen, eine Waffe zu erwerben.

    Wenn bei uns jemand ausflippt, dann besäuft er sich, randaliert, prügelt aber er hat in der Regel keine Waffe, um schlimmeres anzustellen.
    „Je weniger die Leute wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie!“
    Otto von Bismarck

  6. #6
    Avatar von vulkanos
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    Zitat Zitat von maximilian Beitrag anzeigen
    Das stimmt so leider nicht. Hast Du die Amokläufe von Erfurt, Winnenden und Oslo/Utoya schon vergessen, um nur an nur einige der Europäischen Massaker der letzten Jahre zu erinnern?

    Du hast Finnland vergessen, das Land mit größten privaten Waffenbesitz in Europa. Nein, aber die Anzahl der herumballernden Amokschützen ist nun einmal in den USA größer. Ich denke nur an die Schießereien an den Schulen, vor ca. 1 Jahr war es ein koreanischer Student an Universität in Virginia und und und - und vielleicht kriegen wir hier in good ol' Europe nur die spektakulärsten Fälle mit.

    In den USA, so habe ich mal vor Jahren gelesen (???), fallen solche shoot-outs in die Statistik normaler Kriminalität. Ob sich das geändert hat, vermag ich nicht zu sagen.
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  7. #7
    Avatar von vulkanos
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    Ammersee Westufer Süd
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    1.678
    Zitat Zitat von batrat Beitrag anzeigen
    Und deswegen ist es Wahnsinn, es den Bürgern so leicht zu machen, eine Waffe zu erwerben.
    Wenn bei uns jemand ausflippt, dann besäuft er sich, randaliert, prügelt aber er hat in der Regel keine Waffe, um schlimmeres anzustellen.
    Es sind sehr oft Einzelgänger oder Underdogs, die zu Serienmördern werden - Menschen, die wahrscheinlich nie in ihrem Leben ernst genommen und/oder permanent unterdrückt wurden. Die Waffe in der Hand verleiht ihnen einmal in ihrem Leben die absolute Macht, über Leben und Tod zu entscheiden, und kaum einer kann sie daran hindern, los zu ballern, weil niemand mit einer solchen Attacke rechnet und das Überraschungsmoment den Amokschützen begünstigt.

    Hier wird das Phänomen der Autophobie, die in den USA immer mehr um sich greift, angesprochen. Weiteres hier
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  8. #8
    Avatar von maclin
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    Zitat Zitat von batrat Beitrag anzeigen
    Und deswegen ist es Wahnsinn, es den Bürgern so leicht zu machen, eine Waffe zu erwerben.

    Wenn bei uns jemand ausflippt, dann besäuft er sich, randaliert, prügelt aber er hat in der Regel keine Waffe, um schlimmeres anzustellen.
    Wie ich im anderen Thread dargestellt habe, verhinderst du damit keinen Amoklauf, wenn du Waffen verbietest.
    Spontanaktionen. Die schon. Aber Amokläufe sind keine Spontanläufe.

    Ich habe aber das Gefühl, das der Begriff "Sozialisation des Menschen" nicht verstanden wird.
    Oder nicht verstanden werden möchte.
    Dazu müsste man, wie schon gesagt, sich mal damit auseinander setzen, dass es in Kanada anders aussieht.
    Trotz Waffen!
    .

  9. #9
    Avatar von McDil
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    Zitat Zitat von maclin Beitrag anzeigen
    ....Ich habe aber das Gefühl, das der Begriff "Sozialisation des Menschen" nicht verstanden wird. Oder nicht verstanden werden möchte.Dazu müsste man, wie schon gesagt, sich mal damit auseinander setzen, dass es in Kanada anders aussieht. Trotz Waffen!
    dass Frust und Aggression wegsozialisiert werden - darauf kannste lange warten. Am ehesten wäre eine gesicherte wirtschaftliche Perspektive. Aber das darf natürlich nicht wahr sein, weil dadurch die Reichen (kurzfristig) nicht noch mehr Milliarden zum Spielen kriegen.
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