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Thema: Kino-Massaker
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21.07.2012 10:09 #1
Kino-Massaker
Wenn irgendwo in den Nachrichten von einem Massaker berichtet wird, kann man davon ausgehen, dass es in den USA stattgefunden hat.
Hier prallen zwei Freiheits-Begriffe aufeinander: das Recht oder die Freiheit auf Waffenbesitz und das Recht oder die Freiheit, sich ohne Angst in der Öffentlichkeit zu bewegen. Irgendwie passt das nicht zueinander, geht aber nicht in amerikansiche Gehirn hinein, am wenigsten in die der Bundesverfassungsrichter, die erneut die Gültigkeit des 2. Verfassungszusatzes bestätigt haben.
Obama's Kommentar zu der Kino-Tragödie: "Man müsse jetzt wie eine amerikanische Famlie zusammenhalten."
Bei solchen Worten dreht sich mir den Magen um.
Und die National Rifle Association (NRA) lacht sich erneut und immer wieder ins Fäustchen: Kein Word zu stärkerer Waffenkontrolle oder Schußwaffenverbot entfleuchte präsidialem Munde.
Vor einiger Zeit veröffentlichte ich hier eine Statistik über den US-Waffenmißbrauch von Time Magazin. Soll ich sie wieder hervorkramen?"Quid quid agis, prudenter agas et respice finem"
(Was auch immer du tust, handle klug und bedenke das Ende)
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21.07.2012 10:24 #2
In Kanada gibt es deutlich mehr Waffen als Einwohner. Das Verhältnis ist in USA nicht so deutlich.
Trotzdem passieren in Kanada weniger Massaker oder sonstige Ausraster.
Es liegt nicht an einer Waffe, ob ein Mensch austickt. Es liegt an der Sozialisation des Menschen.
Die USA ist kein einfaches Land. Soviel Freiheit existiert da auch nicht.
Michael Moore hatte dies in seinem Film sehr gut beschrieben.
Angst ist einer der Schlüssel. Und der Umgang mit Niederlagen.
Viele weitere Faktoren, die einen Menschen in die Enge treiben lassen, lassen den Tunnelblick entstehen..
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21.07.2012 10:28 #3"Hyperraum und schlafende Energiereserve - sofortiger Rücksturz zur Erde!"
(in memoriam Generalin Lydia vyn Dyke, Kommandantin der Hydra)
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21.07.2012 10:33 #4
USA gründen auf dem Mythos der Selbstjustiz. Das schließt eingebildete Notwehrsituationen mit ein. Brejvik hätte eigentlich komplett dort hin gehört.
“ If you want a picture of the future, imagine a boot stamping on a human face — for ever.” (G.Orwell - 1984)
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21.07.2012 13:05 #5„Je weniger die Leute wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie!“
Otto von Bismarck
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21.07.2012 14:56 #6
Du hast Finnland vergessen, das Land mit größten privaten Waffenbesitz in Europa. Nein, aber die Anzahl der herumballernden Amokschützen ist nun einmal in den USA größer. Ich denke nur an die Schießereien an den Schulen, vor ca. 1 Jahr war es ein koreanischer Student an Universität in Virginia und und und - und vielleicht kriegen wir hier in good ol' Europe nur die spektakulärsten Fälle mit.
In den USA, so habe ich mal vor Jahren gelesen (???), fallen solche shoot-outs in die Statistik normaler Kriminalität. Ob sich das geändert hat, vermag ich nicht zu sagen."Quid quid agis, prudenter agas et respice finem"
(Was auch immer du tust, handle klug und bedenke das Ende)
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21.07.2012 22:29 #7
Es sind sehr oft Einzelgänger oder Underdogs, die zu Serienmördern werden - Menschen, die wahrscheinlich nie in ihrem Leben ernst genommen und/oder permanent unterdrückt wurden. Die Waffe in der Hand verleiht ihnen einmal in ihrem Leben die absolute Macht, über Leben und Tod zu entscheiden, und kaum einer kann sie daran hindern, los zu ballern, weil niemand mit einer solchen Attacke rechnet und das Überraschungsmoment den Amokschützen begünstigt.
Hier wird das Phänomen der Autophobie, die in den USA immer mehr um sich greift, angesprochen. Weiteres hier"Quid quid agis, prudenter agas et respice finem"
(Was auch immer du tust, handle klug und bedenke das Ende)
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22.07.2012 08:39 #8
Wie ich im anderen Thread dargestellt habe, verhinderst du damit keinen Amoklauf, wenn du Waffen verbietest.
Spontanaktionen. Die schon. Aber Amokläufe sind keine Spontanläufe.
Ich habe aber das Gefühl, das der Begriff "Sozialisation des Menschen" nicht verstanden wird.
Oder nicht verstanden werden möchte.
Dazu müsste man, wie schon gesagt, sich mal damit auseinander setzen, dass es in Kanada anders aussieht.
Trotz Waffen!.
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22.07.2012 09:18 #9“ If you want a picture of the future, imagine a boot stamping on a human face — for ever.” (G.Orwell - 1984)
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