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Mit Guitar Rock Tour kommt ein Spiel im Stile von Guitar Hero oder Rock Band auf das iPhone und den iPod Touch. Wir haben die virtuelle Gitarre umgeschnallt und gehen auf Tour.
Von Patrick Woods (05.12.2008)
Rockstar zu sein ist der Kindheitstraum vieler. Dies erklärt vermutlich auch die hohe Beliebtheit von Spielen wie Guitar Hero oder Rock Band. Mit Guitar Rock Tour kommt ein Klon dieser derzeit beliebten Musikspiele auch auf das iPhone. Der Spieler wählt zwischen verschiedenen Rock- und Indie-Klassikern, zwischen Gitarre oder Schlagzeug. Hier kann man entweder sofort loslegen oder eine Karriere starten, um rockend die Welt zu erobern und sich von der Garage bis in die Stadien zu spielen.
Guitar Rock Tour wird per Touchscreen gesteuert. Wie bei den bekannten Vorbildern beschränkt sich die virtuelle Gitarre auf vier statt der üblichen sechs Seiten. Die Töne bewegen sich auf den Spieler zu, im richtigen Moment muss man die entsprechende Seite drücken, sonst gibt es fiese Misstöne. Grundsätzlich gibt es lange und kurze Töne. Den Anschlag mit der rechten Hand muss man hier im Gegensatz zu Guitar Hero nicht simulieren, man greift lediglich die Töne der linken Hand.Die Aufmachung des Spiels ist Kennern der bekannten Videospiele vertraut: Das Griffbrett, die Band, die im Hintergrund rockt und das Publikum, das bei guter Performance jubelt, bei schiefen Tönen kräftig buht. Verspielt sich der Nachwuchsrocker auf seinem iPhone, setzt die Gitarrenspur aus oder lässt unschöne Fiep- oder Quietschgeräusche hören. Auch dies stammt von Guitar Hero und lässt den Spieler jeden Misston sofort bereuen.
Spielt man fehlerfrei, steigen die Punkte schnell in die Höhe und es gibt zusätzliche Boni. Spezielle "Power-Sequenzen" füllen die Power-Anzeige. Ist diese voll, kann man einen Gitarren-Schalter für Spezial-Aktionen umlegen. Dies sorgt für Showeffekte und bringt zusätzliche Bonuspunkte. Wer sich eher der Rhythmusfraktion zugehörig fühlt, der kann bei Guitar Rock Tour auch Schlagzeuger werden, statt die Saiten schwingen zu lassen. Die Umsetzung der Drums wirkt hier jedoch weniger intuitiv wie bei der Gitarre. Obwohl es hier nur drei statt vier Steuertasten gibt, kommt man hier viel schneller aus dem Takt und erntet Buhrufe bis hin zum Konzertabbruch. Möglicherweise spielt hier auch die leichte Verzögerung des Touchscreens eine besonders große Rolle.
Insgesamt gibt es 17 Lieder bei Guitar Rock Tour. Darunter sind Rock-Evergreens wie "Smoke on the Water" oder "Message in a Bottle". Zudem gibt es moderne Lieder von Nirvana bis hin zu den Hives, Blink 182 oder Bloc Party. Der Schwerpunkt liegt hier auf populärem (Punk-)Rock . Zu Beginn sind jedoch nur acht der 17 Lieder freigeschaltet, die restlichen neun muss sich der Nachwuchsmusiker erst noch verdienen.
Der Schwierigkeitsgrad ist variabel. Während man auf "Einfach" noch mit einem Finger gut mitkommt, wird es bei "Schwer" auch schon einmal extrem knifflig und die Finger müssen förmlich über das virtuelle Griffbret fliegen. Zum Glück kann der iPhone-Gitarrist bei manchen Kombinationen auch mit den Fingern über die virtuellen Saiten streichen, um mehrere unterschiedliche Töne hintereinander zu spielen. Der Realismus steigt mit dem Schwierigkeitsgrad enorm an. In der einfachsten Variante muss man nur relativ wenige Tönre mitspielen, in der höchsten Stufe dagegen beinahe so viele Töne drücken wie das Vorbild im Lied spielt.Guitar Rock Tour ist ein unterhaltsames Spiel mit hohem Spielspaß für Musikfans. Das Guitar-Hero-Prinzip wurde gut auf dem Apple-Handy umgesetzt. Zwar sind die Anschläge durch die leichte Verzögerung des Touchscreens nicht 100 Prozent präzise, dennoch macht das virtuelle Rocken Spaß. Lediglich mehr Lieder zur Auswahl wären wünschenswert. Guitar Rock Tour funktioniert auf dem iPhone und iPod Touch. Es kostet sechs Euro im App Store.