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Februar: Immer wieder dienstags

23.12.2008 | 08:23 Uhr |

Entweder ist Apple zur Macworld Expo nicht mit allen Produkten fertig geworden will länger auf der Welle der Aufmerksamkeit reiten: Im Februar stellt der Mac-Hersteller jeden Dienstag Neuheiten vor. Microsoft beginnt eine lange und zunächst vergebliche Übernahmeschlacht um Yahoo.

Apple aktualisiert Macbook und Macbook

Woche um Woche staut sich im Februar der Erwartungsdruck, erst am 26. des Monats zeigt der Mac-Hersteller die neuen Macbook-Pro-Modelle an. Auch die Macbooks erfahren ein Update, alle Modelle werden günstiger. In den Wochen zuvor hatte Apple mit kleineren Neuerungen seiner Produktpalette immer wieder diejenigen enttäuscht, die seit der Macworld Expo auf ein neues Macbook Pro gewartet haben.

Optisch ändert Apple an den seit fünf Jahren im Alu-Look gehaltenen Modellen nichts, auffällig ist lediglich das deutlich vergrößerte Trackpad. Aufbauend auf der Multitouch-Technologie, die Apple bereits im iPhone, im iPod Touch und im Macbook Air verwendet, versteht das neue Trackpad nun Fingergesten mit einem, zwei oder drei Fingern.

In den neuen Macbook-Pro-Modellen werkelt nun erstmals eine mobile Penryn-CPU von Intel. Dieser im 45-Nanometer-Verfahren hergestellte Prozessor bringt sechs Megabyte Level-2-Cache mit, die Vorgänger kamen nur auf vier Megabyte. Die Taktfrequenzen liegen zwischen 2,4 und 2,5 Gigahertz, auch hier gibt es nun etwas mehr Speed im Vergleich zu den Vorgängern.

Im Grafikbereich hat Apple nur marginal nachgebessert. Alle Modelle kommen nach wie vor mit den Grafikchip Geforce 8600M GT von Nvidia. Hier hätten wir uns schon einen schnelleren Chip gewünscht. Die High-End-Modelle greifen allerdings nun auf 512 Megabyte Video-RAM zurück, doppelt so viel wie vorher.

Nach den 15-Zoll-Modellen, die schon seit vergangenem Sommer mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung arbeiten, verfügt nun auch das 17-Zoll-Top-Modell über ein solches modernes Display. Allerdings nur optional und nur bei dem hoch auflösenden 17-Zoll-Modell. Es kostet 90 Euro Aufpreis. Drahtlose Technologien wie Wlan (802.11n) und Bluetooth (2.0+EDR) sind wie gehabt mit von der Partie, anders als das Macbook Air kommt das Macbook Pro aber weiterhin mit den üblichen Ethernet-, USB- und Firewire-Buchsen. Die Fernbedienung Apple Remote ist nun nicht mehr im Lieferumfang, sie kostet nun 19 Euro extra.

Die Festplattenausstattung hat Apple ebenfalls dem Stand der Technik angepasst. Schon das 15-Zoll-Basismodell kommt mit 200 Gigabyte Kapazität. Die Top-Modelle enthalten jeweils eine 250 Gigabyte fassende Festplatte. Optional kann man gegen 70 Euro Aufpreis auch eine 300 Gigabyte Festplatte bekommen, allerdings listet der Apple-Store diese Option derzeit nur beim 17-Zoll-Modell auf. Das Superdrive bleibt weit gehend unverändert. Es schreibt CDs mit 24facher und DVDs mit achtfacher Geschwindigkeit. Lediglich beim Brennen von Double-Layer-DVDs legt es in der Geschwindigkeit von vier- auf achtfach zu.

Mit einem herkömmlichen Scrolling-Trackpad und ohne Tastaturbeleuchtung müssen die neuen Macbooks auskommen, die durch die Bank um 50 Euro günstiger geworden sind. Wie die Macbooks Pro sind aber auch Apples Notebooks für Einsteiger über die ganze Reihe nun mit schnelleren Prozessoren ausgestattet. Die drei erhältlichen 13,3-Zoll-Modelle arbeiten mit Core-2-Duo-Prozessoren der Penryn-Reihe mit 2,2 GHz respektive 2,4 GHz Taktrate, der Frontsidebus ist jeweils 800 MHz schnell und der geteilte Level-2-Cache 3 MB groß - die Vorgänger arbeiteten mit 4 MB L2-Cache. An seiner bisherigen Macbook-Farblehre hält Apple weiter fest, nur das ab Werk am besten ausgestattete Macbook ist in ein schwarzes Gehäuse eingebaut, die beiden anderen Modelle glänzen in weiß. Der Grafikchip stammt von Intel, auf die Platine aufgelötet ist der Intel Graphics Media Accelerator X3100. Die Festplatten fassen 120 GB, 160 GB und 250 GB an Daten, serienmäßig hat das kleinste Macbook, das nach jetzt 999 Euro kostet, 1 GB 667 MHz DDR2 SDRAM eingebaut. Das weiße Modell für 1.199 Euro hat wie das schwarze Macbook (1.399 Euro) 2 GB Arbeitsspeicher eingebaut, maximal sind die Macbooks auf 4 GB aufrüstbar, auch für die kleineren Macbooks ist gegen Aufpreis eine 250-GB-Festplatte erhältlich. Das Magsafe-Netzteil nimmt 60 Watt Leistung auf, eine Apple Remote liefert der Hersteller nicht mehr mit.

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