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1,8 Milliarden Euro Schaden durch Software-Piraterie in Deutschland

18.05.2005 | 16:00 Uhr |

Rund 1,8 Milliarden Euro Schaden sind nach einer Studie im vergangenen Jahr durch Software-Piraterie in Deutschland entstanden

Das waren geschätzt 140 Millionen mehr als im Vorjahr, wie der Branchenverband Business Software Alliance (BSA) am Mittwoch berichtete. Der höhere Umsatzausfall erkläre sich mit dem Marktwachstum im vergangenen Jahr. Die Quote der illegal genutzten und kopierten Software sei indes um einen Prozentpunkt auf 29 Prozent zurückgegangen.

Sowohl in der EU als auch weltweit lag der Erhebung zufolge die Quote der illegalen Softwarekopien bei 35 Prozent. Weltweit sei der Industrie dadurch ein Schaden von 32,7 Milliarden Dollar entstanden, hieß es. Die Pirateriestatistik wird jährlich von der Marktforschung IDC erhoben. Sie vergleicht den geschätzten Gesamtbedarf an Software mit den tatsächlich verkauften Lizenzen und errechnet daraus den Anteil von der Raubkopien.

Griechenland blieb auch 2004 mit 62 Prozent Raubkopien der «Spitzenreiter» innerhalb der EU. Die weltweit geringste Quote verzeichneten die Vereinigten Staaten, deren Piraterie-Quote von 22 auf 21 Prozent sank. Dennoch sei dort der Umsatzausfall auf 6,6 Milliarden Dollar gestiegen. Damit führen die USA auch die Rangliste der Schadenssumme an.

Die Durchschnittsquote in der Region Asien und Ozeanien liegt der Studie zufolge bei 53 Prozent. Die vergleichsweise geringe Prozentzahl erklärt sich daraus, dass zu der Region auch Länder wie Neuseeland, Australien und Japan mit niedriger Piraterie-Rate gehören. China und Vietnam dagegen verzeichnen eine Quote von 90 Prozent.

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