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10.0.4 Weniger buggy, aber weiter laggy

22.06.2001 | 00:00 Uhr |

Der ersehnte Performance-Schub für Mac-OS X lässt zwar vermutlich noch bis zur Macworld Expo New York (Jacob Javits Conference Center, 17.7.-20.7.) auf sich warten, dafür hat Apple im Wartungsupdate auf Version 10.0.4 (Build 4Q12) mit zahllosen Bugs aufgeräumt.

Der ersehnte Performance-Schub für Mac-OS X lässt zwar vermutlich noch bis zur Macworld Expo New York (Jacob Javits Conference Center, 17.7.-20.7.) auf sich warten, dafür hat Apple im Wartungsupdate auf Version 10.0.4 (Build 4Q12) mit zahllosen Bugs aufgeräumt. Ein Blick in die Inhalte des Update-Packets (in der Konsole zum Verzeichnis /Library/Receipts/10.0.4Update.pkg/Contents/Resources wechseln und den Befehl "lsbom 10.0.4Update.bom" eingeben) zeigt, dass das Unix-System vor allem bei der Kommunikation mit USB-Geräten, -Hubs, -Controllern und -Adaptern dazugelernt hat und in Classic weniger Ärger macht.

Verbesserungen für den Classic-Betrieb
Die entscheidende Neuerung in Classic wendet sich an Programmierer: Es soll möglich werden, USB-Geräte aus einem nativen X-Programm und aus der Classic-Umgebung mit einem jeweils eigenen Treiber anzusprechen. Ansonsten sollen Classic-Programme, die hinter Firewalls arbeiten und/oder auf TCP/IP angewiesen sind, zuverlässiger laufen: Neben Filemaker 5 Pro würden vor allem Mailprogramme sicherer auf Server zugreifen können. Kleinere Änderungen beheben Darstellungsfehler beim Tippen und bei Mausbewegungen.

Verbesserungen für USB, SCSI und Firewire
USB-Tastaturen und -Mäuse sollen Apple zufolge zuverlässiger arbeiten. Ausfälle nach dem Aufwachen oder während der Arbeit sollen ebenso ausgeräumt sein wie Kernel Panics nach dem Tausch von USB-Geräten im Betrieb. Darüber hinaus versteht sich das System mit mehr Modellen: Die Liste nutzbarer USB-Peripherie hat sich um einige Hubs, PS/2-zu-USB- und ADB-zu-USB-Adapter sowie Handhelds verlängert. Neue Geräteklassentreiber für Firewire- und SCSI-Peripherie sollen vor allem im Massenspeicherbereich für mehr Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit sorgen

Verbesserungen für iTunes
Viele der Änderungen, die iTunes zu Gute kommen, beziehen sich ebenfalls auf das USB-I/O-System: Die Jukebox-Software unterstützt mit den neuesten Modellen von Toshiba, Que, MKE und Iomega mehr Brenner und soll darüber hinaus mit konservativen Empfehlungen für die optimale Brenngeschwindigkeit Ausschuss vermeiden.

Verbesserungen für die Netzwerkdienste
Abstürze wegen des für das Kopieren von Dateien zwischen Client und Server zuständigen Filesharing-Protokolls AFP (Apple File Protocol) sollen ebenso vorüber sein wie vorübergehende Aussetzer des Internet Explorer 5.1, sobald sich der Anwender sich einen Quicktime-Film ansieht.

Neben diesen Schwerpunkten haben sich die Entwickler noch unzähligen Bugs von Problemen im Powerbook-Ruhezustand über die Fernsteuerung von Studio Displays 17" bis hin zum Drucken aus deutsch lokalisierten Anwendungen gewidmet. Das Macwelt-Forum verfügt über ein Brett zur Diskussion über Mac-OS X, wo Sie im Laufe der nächsten Tage mehr zu den Erfahrungen unserer Leser mit Mac-OS X 10.0.4 und einzelnen Rechnerkonfigurationen erfahren werden.
Lars Felber

www.apple.com/de/macosx

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