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iPads werden zum CIO-Albtraum

10.02.2011 | 09:00 Uhr |

Was passiert, wenn der CEO entscheidet, dass alle Mitarbeiter mit einem iPad ausgestattet werden? Ein CIO berichtet.

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© Apple

Im vergangenen Sommer vermeldete die Firma KLA-Tencor , die im Silicon Valley Equipment für die Halbleiterbranche anfertigt, eine überstandene Flaute und Umsätze von 1,8 Milliarden US-Dollar. Im gleichen Atemzug versprach der zufriedene CEO den 5.400 Angestellten, dass jeder von ihnen ein iPad bekommt.

Insgesamt 5.400 Angestellten versprach der CEO ein iPad.
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© Apple

CIO Ashwin Ballal wurde die Verantwortung für den Roll-Out übertragen. "Damit hat mein Alptraum begonnen", sagt der CIO unserer amerikanischen Schwesterpublikation CIO.com im Rückblick. Zu den Anforderungen gehörte, dass Geschäfts-Mails, Kalender, Kontakte und Web-Applikationen auf dem iPad verfügbar sein sollten. Sales-Mitarbeiter mit Kundenkontakt und Servicetechniker sollten außerdem die Möglichkeit erhalten, sensible Daten über das iPad abzurufen.

Derweil warteten die Mitarbeiter ungeduldig auf ihre iPads. Rund 10.000 Anrufe von Angestellten mit Fragen zum iPad zählte der Help Desk innerhalb weniger Tage. Die Mitarbeiter wollten etwa wissen, wann sie ihr iPad bekommen und wie man es mit dem Firmennetzwerk verbindet. "Dafür hatte unser Help Desk überhaupt nicht die notwendigen Kapazitäten", sagt CIO Ballal.

IT muss schnell handel

Der CIO von KLA-Tencor ist mit seinen Erfahrungen nicht allein. Mehr als 80 Prozent der Fortune 100 Unternehmen in den USA setzen heute bereits das iPad ein oder befinden sich in Pilotprojekten. Im September lag die Zahl noch bei 65 Prozent. Ballal hatte es vermutlich besonders schwer, weil ihm kaum Zeit blieb. Wenn der CEO den Mitarbeitern ein iPad verspricht, dürfen bis zur Auslieferung nicht Monate vergehen.

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