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Mac-OS X 10.6 als Server

02.07.2009 | 13:20 Uhr |

Offiziell fiel Anfang Juni 2009 kein Wort über die Server-Version von Mac-OS X 10.6, aber für Mac-Administratoren lohnt sich ein Blick auf die Austattungsdetails.

Snow Leopard X
Vergrößern Snow Leopard X
© Apple

Die Server-Version des Mac-Betriebssystem kommt wie bisher in zwei Varianten: Eine für maximal 10 Benutzer und eine andere ohne Begrenzung. Apple hat sich nicht die Mühe gemacht, die englische Dokumentation von Snow Leopard Server zu übersetzen ( www.apple.com/de/server/macosx/ ), doch einige Details darin sind durchaus interessant - und erhöhen möglicherweise die Verbreitung des Server-Betriebssystems von Apple.

Snow Leopard Server

499 US-Dollar (Preise in D, A und CH noch nicht festgelegt) kostet der Wechsel auf die Server-Version von Snow Leopard. Voraussetzung dafür ist ebenfalls ein Mac mit Intel-Prozessor und eine Server-Lizenz der Version 10.4 oder 10.5. Wer zu seinem schon vorhandenen Server das "Apple Maintenance Programm" gekauft hat, erhält automatisch kostenlos eine Kopie von Snow Leopard Server beim Verkaufsstart im September 2009.

Im Server-Paket erhält man jeweils Version 2 von iCal Server (für die Terminplanung innerhalb einer Gruppe) und Wiki Server (eine zentrale Stelle für die Speicherung von Informationen als Tagebuch oder Lexikon). Hinzu kommt neue Software wie "Mobile Access", mit der Apple die Dienste des Servers für Geräte wie das iPhone oder iPod Touch zugänglich machen will. Oder "Address Book Server", eine Software, die parallel zum bisher vorhandenen Open Directory Server arbeitet und Adressdaten im Netz verteilt. Address Book Server benutzt dafür das Protokoll "Card DAV", um einer Software wie Adressbuch von Mac-OS X 10.6 einzelne vCard-Dateien zur Verfügung zu stellen.

Bei den schon vorhandenen Diensten wie Spotlight Server oder Fileserver soll die neue Version vor allem bei der Arbeitsgeschwindigkeit zulegen. Apple spricht von einem Zuwachs von 30 Prozent (Webserver) über 70 Prozent beim Mail Server bis zu 130 Prozent beim Fileserver für Windows-PCs (SMB File Server).

Sicherheit für das iPhone

Neben "Mobile Access" liefert Apple an mehreren Stellen in der Server-Software Anpassungen, die die Anschaffung eines iPhone nahe legen. Beispielsweise kann man auf dem Server Richtlinien definieren und so die Grundkonfiguration eines iPhone innerhalb einer Firma erledigen. Die Konfiguration enthält beispielsweise die Daten für das Mail-Konto, den WLAN-Zugang und die VPN-Daten. Mit Version 3 des iPhone-Betriebssystems lässt sich dann vom Server aus beispielsweise auch die Löschroutine starten, wenn das iPhone gestohlen wird. Wer sich die komplexe Zugangskontrolle mit VPN ersparen will, kann iPhone-Besitzern den Zugang zu Snow Leopard Server über Mobile Access verschaffen - dort lassen sich dann E-Mails, Adressen und Dokumente vom Server direkt laden; über eine verschlüsselte Internetverbindung im Browser.

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